Auszug aus dem Reisetagebuch

…oder: wenn eine eine Reise tut, dann kann sie was erzählen.

Wie war das? Eine Einladung schlägt man nicht einfach aus. Schon gar nicht, wenn es sich dabei um den Geburtstag der Freundin handelt, sie zwei Jahre im Vorfeld geäußert wird und der Feierort Lignano Sabbiadoro ist.
Zwei Jahre Vorlaufzeit. Zwei Jahre Vorfreude. Zwei Jahre Vorbereitung. Für etwas bemoostere Menschen also gerade genügend Zeit,  sich geistig-seelisch auf die Reise vorzubereiten.
Während Männer vermutlich „einfach“ ins Auto steigen und losbrausen, müssen Frauen diese Absicht lange planen. Etwaig vorhandene Kinder müssen gedanklich versorgt gewusst, die Wäsche für die hinterbliebene Familie vorbereitet, das notwendige Outfit geplant und ein möglicher Friseurtermin organisiert werden. Man muss vorbereitet sein, die Zeit vergeht ja so schnell…
Zwei Jahre und einige Lebensumstandsveränderungen später trifft man sich zum Reisestelldichein. Das Frauenvehikel vollgepackt wie für eine Weltreise, für alle Eventualitäten gewappnet, braust man also genItalien. Dank Geburtstagskinds Organisationstalent wurde ein schickes, gemütliches Hotel sowohl in Strand- als auch in Einkaufsstraßennähe gebucht. Ganz so, als hätte man gewusst, was Frauen wollen.
Nachdem man also nach sechsstündiger Autofahrt endlich den Ort des Geschehens erreicht und das doch deutlich kleinere Zimmer als zuhause bezieht, sucht frau eine italienische Proseccobar auf, um sich das geistige Einstellen auf die beschränkte Bewegungsfreiheit etwas zu erleichtern. Alkohol löst zwar keine Probleme, aber das tut Wasser schließlich auch nicht!
Man wird im beliebten Urlaubsort schnell fündig und genießt das Ankommen bei einem kühlen Glas Frizzante. Erste Überlegungen über den dreitägigen Urlaubsalltag werden angestellt und schnell wird klar: die Lignano-Damen wollen grundsätzlich dasselbe von den gemeinsamen freien Tagen. Das erleichtert das 24stündige Zusammensein auf engem Raum ungemein. Ist ja nicht so, als würde man sich nicht kennen, daher fällt es nicht schwer, aufeinander Rücksicht zu nehmen, oder es zumindest zu versuchen.
Mit fortgeschrittener Stunde und einem weiteren Glas vom Hochprozentigen wird die Runde immer gesprächiger, die Laune immer besser, die Müdigkeit immer geringer und der Spaß immer lustiger.
Doch da Frauen eher zur Vernunft neigen, trinkt man sich leer und nimmt den jetzt komischerweise breiteren Weg Richtung Hotel ins Visier. ‚Wer schwankt hat mehr vom Weg‘!

Zielsicher wird der reservierte Strandplatz angesteuert und sobald die Liege gefunden, mit Handtuch gesichert wurde und der Schirm aufgespannt ist, wird die neue Freiheit zum langverdienten Schläfchen genutzt. Leider ist dies im Familienbadeort nicht ungestört möglich, da Menschen verschiedener Herkunft mit dem Anpreisen ihrer Waren hier ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und sie nehmen auf dein Schlafdefizit keine Rücksicht und reißen dich mit beherzten Rufen aus deinen süßen (Prosecco- und Mode)Träumen.
Dennoch hilft das Powernapping beim Erholen und energiegeladen macht man sich daran, sich auf einen italienischen Abend einzustellen.
Die Innenstadt eignet sich dafür am besten und man beginnt den Abend so, wie man den Nachmittag beendet hat:
nämlich mit Alkohol… weil noch nie eine gute Geschichte mit einem Glas Milch begonnen hat.

 

Fortsetzung folgt…

DE MUTigen gehört die Welt

 

Kann man Demut lernen, oder ist sie angeboren?
Sollte man demütig sein oder werden oder ist das ein alter und überholter Begriff aus der Kirchensprache?
Wenn jemand früher von Demut oder demütig-sein sprach, dann wusste ich nichts damit anzufangen und hatte sofort das Bild der knieenden Nonne vor Augen, deren gesamtes Handlungsfeld der Kirche und Gott gewidmet war. Faaaaaaad!

Heute, einige Jährchen später hat sich mein Bild von Demut geändert. Ich versuche demütig zu sein. Noch mehr zu sein oder endlich zu werden. Manchmal ist es mir zu wenig. Nämlich dann, wenn ich ein langersehntes Ziel erreicht oder ein Projekt beendet habe, und schon wieder zum nächsten (scheinbaren) Etappensieg hetze. Nichts gegen Ziele-vor-Augen-haben, doch sich im eigenen Haus umschauen bevor man die Welt verändern will wäre auch nicht schlecht.

Sind SIE demütig?
Was heisst das eigentlich?
In Wikipädia steht: die Bereitschaft, etwas als Gegebenheit hinzunehmen, nicht darüber zu klagen und sich selbst als eher unwichtig zu betrachten.
Nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Kriechertum, das besagt, dass man sich selbst erniedrigt, oder sich vor anderen demütigt. Das hat nichts mit Demut zu tun!
Genauso gibt es einen großen Unterschied zwischen demütig sein und gedemütigt werden. Ersteres ist die eigene innere Einstellung, während zweiteres das Ausnutzen seiner Stellung gegenüber einem anderen bezeichnet.
Nun, zurück zum eigentlichen Gedanken: sollte man also demütig sein?
Ja! Ich denke schon. Vielleicht könnte man demütig mit dankbar vergleichen. Dankbar sein für das was man hat, was man geschafft hat, was man ist. Natürlich gibt es immer mehr, immer etwas Schöneres oder Besseres, aber warum nicht einmal innehalten, sich umsehen und erkennen, dass es aber auch immer etwas Schlimmeres, Hässlicheres oder Schlechteres gibt?,
Ich habe mich während meiner „Recherchen“ zu diesem Thema umgehört und bin drauf gekommen, dass demütig-sein auch etwas mit voranschreitendem Alter zu tun hat. Wenn man jung ist, erkennt man die Bedeutung dieses Wortes noch nicht. Vielleicht weil das Bewusstsein, dass Erreichtes nicht geschenkt, Gesundheit nicht selbstverständlich und Liebe in ihrer unterschiedlichen Aufmachung ein Glücksfall ist, noch fehlt.
Doch mit wachsender Lebenserfahrung erkennen wir, dass ALLES in und um uns Geschenke sind und dass uns ALLES in einem Bruchteil einer Sekunde wieder genommen werden kann.
Die Eltern, die ihren Erziehungsauftrag nicht zeitgerecht erfüllen konnten, der geliebte Mann, mit dem man seine Zukunft geplant hatte, selbst das Kind dem nur ein kurzes Stück Leben vergönnt war. Wobei der Tod das endgültigste aller Schicksale ist, doch was ist mit Naturkatastrophen, die über uns und unseren Besitz unangemeldet hereinbrechen und unsere Existenzen bedrohen oder gar auslöschen können?
Nichts von dem was wir sind und haben ist von Dauer und dessen MÜSSEN wir uns bewusst sein. Sich einfach immer wieder mal daran erinnern und dankbar sein, dann ist der Schritt zur Demut getan.
Im Gespräch mit einer lieben Freundin sinnierten wir über den Begriff und dessen Bedeutung und wir kamen drauf, dass man in diesem Bewusstsein über die Vergänglichkeit dennoch Spass haben soll bzw MUSS! Denn sonst hätte all das keinen Sinn. Und die Fähigkeit, mitten in der Pflichtvergessenheit einen dankbaren Gedanken zu haben, die kann man üben.
Es gelingt mir schon ganz oft, am Ende eines Tages ein beherztes Danke auszusprechen und es macht mir ein gutes Gefühl, Dankbar zu sein.
Vielleicht ist Dankbarkeit und Demut die Vorbereitung aufs Glücklichsein?
Es fühlt sich zumindest so an…doch darüber wird es vielleicht einen eigenen Artikel geben😉.

Notiz an mich selber: Die Steigerung von MUT ist DEMUT und den MUTigen gehört ja bekanntlich die Welt.

Auszüge aus dem Kurtagebuch

Tag1: nun ist er da, der langersehnte Kurantritt. Immerhin hat man ja eine ganze Zeit darauf gewartet. In der Hoffnung, seine Gesundheit zu stärken und seine etwas in Mitleidenschaft gezogenen Gebeine wieder auf Vordermann zu bringen, nimmt man eine dreiwöchige Trennung von Heim und Herd mitsamt den dazugehörigen liebgewonnenen Menschen in Kauf.
Nachdem das Einchecken in den neuen vier Wänden vollzogen ist, der Hund seinen Platz bezogen und jedes heimische Mitbringsel einen Place-to-be gefunden hat, begibt man sich voller Spannung zum Stelldichein mit den Mitkurenden.
Ganz wahllos wird man an den Essensplätzen zusammen gewürfelt und der oder die TischnachbarIn wird innerhalb kurzer Zeit zum wertvollen Ansprechpartner, mit dem man doch zumindest gesundheitlich so viele Gemeinsamkeiten hat.
Es ist eine Interessensgemeinschaft: jeder will das gleiche. Nämlich Besserung seines aktuellen Allgemeinzustand!

Notiz an mich selber: pflege deinen Körper, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

Fortsetzung folgt…

Tag2: nachdem man sich in seinem neuen Heim bereits gemütlich eingerichtet hat, die Tischdamen die neuen Vertrauten sind und man die Vollwertkost euphorisch in sein neues Leben integriert hat, gilt es, sich an das tägliche Morgenritual des Hotels zu gewöhnen.
Zwischen sechs und halb sieben Uhr früh dreht sich der Schlüssel im Schloß einmal leise um sich selbst und öffnet der „FeemitdemTee“ Tür und Tor in die gesunden und heiligen vier Wände.
Einer der guten Geister des Hauses serviert hier einen frischen heißen Nierentee ans Bett. Man muss nicht mal seine Augen dazu öffnen, denn sobald man das getan hat, ist dieser(der gute Geist) schon wieder verschwunden. So leise wie er(der gute Geist) gekommen war.
Dieser Brauch wurde vor 44 Jahren eingeführt und beibehalten. „Immerhin soll man schon das Gefühl des Kurens erleben“, so der Hotelchef.
Das einzige Mittel zur Abschreckung der Teezufuhr ist die Anwesenheit eines Hundes!
In diesem Fall wird die Teekanne vor der Tür abgestellt und die Teefee verschwindet unbemerkt durch die heimeligen Hotelgänge.

Frage an mich selber: warum muss Tee ziehen, während Kaffee sich setzen darf?🤔

Fortsetzung folgt…

Tag3: Am dritten Tag deines „neuen Lebens“ bemerkst du bereits erste Veränderungen an dir. Dein Körper schmerzt an Stellen, die schon länger kein Lebenszeichen von sich gegeben haben. Ist das die neue ungewohnte Liegestätte oder die vermehrte Bewegung, oder gar die manuellen „Streicheleinheiten“ der kompetenten Therapeuten? Man weiss es nicht genau, lässt sich aber auf das Abenteuer „Körper kennen lernen und neu ausrichten“ weiter ein, man soll ja schließlich neugierig bleiben.
Die Lust an Bewegung wird durch das angenehme steirische Klima zusätzlich positiv verstärkt und man lässt sich auch durch den(vom Schmerz verursachten) erschwerten Rechts- Linksblick beim Walken nicht abhalten, mindestens zwei Stunden Frischluft zu inhalieren.
Das einzige das einem das Weitwandern verpfuschen könnte wäre deine neue, in Gang gebrachte Verdauung.
Frage an mich selbst: ist das dann Kurpfuscherei?🤔
Aber man ist zum Glück damit nicht allein, denn auch die übrigen Kurgäste sprechen offen über ihre beschleunigte Digestion😎
Ein weiterer Vorteil einer Interessengemeinschaft!

Notiz an mich selbst: leer werden, um sich neu zu füllen! *machtsichaufzummittagessen*

Tag4

…oder: „Turne bis zur Urne“.  ‚These bones are made for walking‘, sicher, immerhin nennt sich unser Körper ja auch BEWEGUNGsapparat.
Frage an mich: warum leben dann Faultier, Panda und Co auch relativ lange, vermutlich ziemlich stresslos und dementsprechend gesund?🤔
Nun, der Mensch hat Gründe fürs Bewegen – und dagegen🤣.
Gründe dafür können sein: gesundheitliche, soziale, berufliche, psychische oder ganz einfach ein Hund.
Gründe dagegen: das Wetter, die Befindlichkeit, der Haarbruch, der verformte Zehennagel oder ganz einfach die Couch die dich verschluckt hat.
Während man sich hier also zumindest um seine inneren Vorgänge nicht kümmern muss, kostet die tägliche Portion Zusatzbewegung neben den verschriebenen Anwendungen manchmal ganz schön an Überwindung. Wenn du es aber dennoch geschafft hast, strotzt du vor Stolz und nimmst die schmerzenden Gebeine dafür in Kauf! Im Gegenzug bekommst du angenehme Wickel, Bäder oder Massagen um alles erträglicher zu machen.
Wer jetzt allerdings glaubt, dass die hier handanlegenden Therapeuten vor Pein gefeit sind, der irrt. Dem aufmerksamen Kurgast entgehen die leidvollen Schilderungen der mobilen Fachkräfte hinter vorgehaltener Hand nicht, und so manch Bewegung jener welcher wird auch in Schonhaltung ausgeführt. Das beruhigt die eigenen schmerzenden Glieder zumindest ein wenig und man hat das Gefühl nicht gänzlich alles falsch gemacht zu haben…

Notiz an mich selber: jammern verbrennt sicher auch Kalorien😂

Fortsetzung folgt…

Tag5

…oder der Kampf mit dem Mampf.

nachdem die erste Woche schon wieder langsam im Fertigwerden ist, stellt sich an unserem Tisch täglich die Frage: „Was habe ich gestern zu essen bestellt?“ und: „Hab ich heute darauf Lust?“
Neben der täglichen morgendlichen Teelieferung zählt auch das Aussuchen der Speisen für den Folgetag zu den kurhäuslichen Ritualen. Was schier unmöglich scheint ist dennoch machbar und wir schaffen es beim Mittagessen, die Menüfolge für den nächsten Tag auszuwählen.
Sich was auszusuchen ist das eine. Doch es sich über Nacht zu merken, das andere. Abgelenkt durch die vielen Behandlungen, Bewegungseinheiten, Vorträge und Gespräche mit Mitkurenden, gerät auch der Denkmuskel ganz schön ins Schwitzen😥
Frage: ist das dann Gehirnjogging?
Zum Glück gibt es am Tag X den Speiseplan am Tisch und der wird unzählige Male herumgereicht, weil die Erinnerung, kurz nach dem Lesen, ans Ausgewählte sogleich wieder verblasst ist.
Da Humor ja bekanntlich der Regenschirm der Weisen ist, können wir darüber herzhaft lachen und das erheitert auch die übrigen Kurgäste. Vermutlich ergeht es denen nicht anders als uns.

Notiz: gutes Essen lässt sowieso alle Sorgen vergessen!

Fortsetzung folgt…

Tag6

…Entspannung AHEU!

während sich die erste Gesundheitsheilverfahrenwoche dem Ende zuneigt, schreit der vom Leben in Mitleidenschaft gezogene Bewegungsapparat täglich lauter um Hilfe und Gnade!
Schulter- und Halswirbelbereich haben sich weitgehend zurückgezogen und warten nun in sich kauernd und völlig verzwickt auf die nächste medizinische und fachkundige Berührung.
Wer nicht gerade an Heu-, Gräser- und Pollenallergien leidet, findet wohltuende Linderung in einem Heusackbad.
Frage: bekommt man dort Heuschnupfen?🤔
Doch Spaß beiseite: das aalen in den warmen Kräutern bringt die leicht angegriffene Wirbelsäule wieder in die korrekte Position und erleichtert die weiteren Wege durch das Gesundheitshotel auf der Suche nach dem nächsten Termin, der auf dem Kur Plan „abgearbeitet“ werden muss.
Auch hier sitzen alle im selben Boot, jeder versucht, pünktlich und korrekt gekleidet im richtigen Raum zu sein, um vom Therapeuten abgeholt werden zu können.
Ohne Kur Plan sieht man hier niemanden. Zu groß das Risiko eines Terminversäumnis und die folgenschweren daraus resultierenden Konsequenzen. Es ist ein geschätztes und gut gehütetes Geschenk, seinen Berufs- und Lebensalltag zu unterbrechen und sich „ausKURieren“ zu dürfen.
Und dann, wenn alle Termine beendet sind, bzw Pause herrscht, dann trifft man sich wieder im Hotelbauch und der Kampf mit dem Mampf beginnt von Neuem.

Notiz: hier haben die besten Ärzte angeHEUert: die Bewegung, die frische Luft, die gesunde Ernährung, die Zeit und die Entspannung!

…Fortsetzung folgt…

Tag7

…Fango corrupti

mit der Entspannung verhält es sich ja wie mit dem Alkohol: Wenn du es nicht kannst, dann lass es.
Entspannen können, Los-lassen können muss in unserer hektischen Zeit also auch gelernt werden. Zum Glück gibt es mittlerweile viele verschiedene Entspannungstechniken und -Methoden, die richtige für sich selbst zu finden, ist das Schwierige an der Sache.
Unter anderem gibt es hier Vorort die Möglichkeit, den wehen Leib, wie schon erwähnt, in Heu zu packen, um ihm Linderung zu verschaffen, aber auch, ihm eine heiße Tracht Fango zu verpassen.
Fango ist eine Art Heilschlamm vulkanischen Ursprungs und wirkt als Packung oder Bad heilend. Dazu sollte man allerdings erwähnen, dass dieses Schlammbad ziemlich warm bzw fast heiß serviert wird, das verschafft ein erstes, etwas unangenehmes Gefühl. Dazu kommt noch, dass man bei der Behandlung eine fast vollständige Körperbeschmutzung in Kauf nehmen muss.
Der Therapeut, der in den hoteleigenen Katakomben über seinem schlammigen Schatz wacht, hat nicht viele Worte übrig für den Patienten, er will lediglich seine Pflicht erfüllen und dem körperlichen Schmerz der Hilfesuchenden ein Ende bereiten.
Nach halbstündlichem Schlammbad, welches durch leise Entspannungsmusik untermalt ist, wird man aus dem Dämmerschlaf gerissen und mit einem Wasserstrahl vom Schlickmantel befreit. Prinzessinnen müssen dabei auch nasses Haar in Kauf nehmen😣doch was tut man nicht alles, um wieder fit zu werden?

Notiz: …und wenn dir der Schlamm bis zum Hals steht, bist du vielleicht einfach nur kleiner als die anderen.

Fortsetzung folgt…

Tag8

Week Enders

Wenn die Woche beendet ist und man selbst, und die lieben Mitkurenden, ohne Therapieplan durchs Haus schlendert, dann ist das Wochenende ins Kurhaus eingezogen.
Im Laufe der folgenden Tage mischen sich dann immer mehr neue unter die bekannten Gesichter und der kurerfahrene Gast weiß, dass das die Besucher der Mitkurenden sind.
Aus dem ursprünglich gebuchten Einzelzimmer wird wie durch Zauberei ein Doppelbettzimmer. Es stimmt also: wer etwas will, findet immer einen Weg😀.
Genauso funktioniert das mit den veränderten Plätzen zu den Essenszeiten beim Kampf mit dem Mampf. Die vertrauten TischgenossInnen werden für die Zeit des Besuchs verlassen und ein lauschiger Zweiertisch darf einem zu eigen genannt werden. Auch hier stellt sich die Frage, wie die guten Hausgeister das bewerkstelligen🤔.
Die kurze gemeinsame Zeit ist kostbar und wird bewusst genutzt. Möglichkeiten gibt es ja zum Glück einige, sei es im hoteleigenen Wellnessbereich, im Kaffeehaus oder auf den unendlich weiten Spazierwegen rund um die Bettenburg.
Wie es nun mal so ist, verrinnt die Zeit während angenehmer Zeitvertreibe immer besonders schnell und so rückt das Abschied nehmen immer näher. Tick. Tack. Tick. Tack.🔜🔚
Selbst wenn man davon ausgeht, den lieben Besuch bald wieder zu sehen, ist das Auseinandergehen nie wirklich angenehm und wird hinausgezögert, so lang es geht. Die Hoffnung bleibt, dass es am nächsten Wochenende ein erneutes Wiedersehen gibt.

Notiz: Verabschieden heißt aber auch, sich auf eine neue Begegnung freuen zu können.

Fortsetzung folgt…

Tag9

Der Wahn mit dem Plan

Seit dem Tag der Ankunft ist der individuell zusammen gestellte Kurplan der ständige treue Begleiter aller Kurenden.
Niemals wird man hier jemanden ohne sehen, denn keiner traut sich ohne ihn aus dem Zimmer🙈.
Auf dem Stück Papier befinden sich lebenserhaltende Maßnahmen der folgenden drei Wochen und da jeder hier nicht nur ÜBERleben, sondern gut leben und den künftig gesunden Alltag ERleben will, wird man das Zurücklassen des heiligen Dokument tunlichst vermeiden.
Bereits am Frühstückstisch werden die beschriebenen Informationen ausgetauscht, verglichen und wenn möglich aufeinander abgestimmt, der Tagesablauf geplant und sich über eventuelle gemeinsame Aktivitäten gefreut.
Und wieder streift der Blick erneut über das bedruckte Stück, sobald man es beiseite gelegt hat-> es erinnert an den Kampf mit dem Mampf!
Da studiert man stundenlang den Planablauf und kaum hat man ihn beiseite gelegt, kurzen Smalltalk geführt, gegessen oder eine Aktivität genossen, ist jegliche Erinnerung an kurz zuvor Gelesenes in einer wagen Erinnerung verblasst. Also nimmt man den Plan wieder zur Hand und beginnt von Neuem mit dem Studium.
Doch zum Glück geht es scheinbar allen so, denn die Körperhaltung und die verräterischen Blicke auf den Kurplan verraten die Interessensgemeinschaftler.
Und dann, wenn um 16 Uhr die letzte Behandlung oder Aktivität beendet ist, dann legt man seinen Kurfahrplan zur Seite und hat seine Hände frei für: eine Tasse Tee, Fenchelsamen, Mariendistelkörner oder das experimentelle Trommeln, denn morgen ist er wieder an deiner Seite, dein papierhafter KurSchatten😎.
Notiz: Müssen macht müde, Wollen macht wach. (Andreas Winter)

Tag10

Wasser marsch!
Wenn jedem das Wasser bis zum Halse steht…hat man vermutlich gerade Wassergymnastik😎.
Eine der begehrteren, weil angenehmen Verordnungen ist die heilsame Wassergymnastik. In kleiner Runde versammeln sich alle Zugeteilten im sympathisch warmen Wasser und starren aufmerksam auf den oder die VorturnerIn am Beckenrand.
Manchmal zur Musik, manchmal zum Wasserrauschen, werden körperformende, rückenstärkende und gelenksschonende Trockenübungen vorgezeigt, und vom im-Wasser-Stehenden versucht, nachzumachen. Die kleineren Menschen unter den Tuenden sichern sich sofort nach dem Pooleinstieg ein Plätzchen im seichteren Bereich, während die großen überall stehen können.
Fast wie beim Bundesheer hallen die messerscharfen Anweisungen durch die Poolanlage und jeder versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Schwierig wird es dann mit diversen Kleinutensilien wie Wassergewichten oder
-nudeln, die die Übungen erschweren sollen. So manch Wasserratte hat ganz schön mit seiner Nudel zu kämpfen, weil diese einfach nicht gehorchen und sich auf- und unter dem Wasser verselbstständigen will. Doch wer schon an Muskeln zugelegt hat, der schafft es dann doch, sein „Teil“ in die korrekte Übungsposition zu drücken😁 und die Bewegung sorgfältig auszuführen.
Leider bekommt man dafür keine Punkte und auch keinen Applaus, es sei denn das Händeklatschen ist Teil einer Unterwasserübung.
Man ist also großteils mit seiner Nudel auf sich selbst gestellt und schafft irgendwie die vorgegebenen 25 Minuten,
um die begehrte Therapeutensignatur auf dem Wahnplan erhalten zu können.
Und wenn der Applaus über Wasser ertönt, dann weiß man, dass die Gymnastik beendet ist und der nächste Kurs besucht werden muss. Also auf ins Zimmer und rein in ein neues, adäquates Outfit.
Fortsetzung folgt…
ERKENNTNIS: auch stille Wasser sind nass!

Tag11

Abspecken an den Stecken

Wenn sich um 8:30 Uhr morgens viele Leute an der Kurhotelrezeption treffen, dann kann das nur zwei Gründe haben: entweder ist Abreisetag oder man ist zum Gruppenwalking eingeteilt.
Zwischen herumschwingenden Stöcken werden Pläne gecheckt, die Hauben und Handschuhe übergezogen und ein möglicher letzter Toilettengang überlegt.
Meist kann man sich zwischen einer gemütlicheren- und einer Turbogruppe entscheiden. Es sei denn der Wahnplan kennt den Fitnesszustand des Besitzers und bestimmt die jeweilige Gruppenzugehörigkeit. Dann muss man in die vorgeschriebene Gruppe. Ob man sich bereit dazu fühlt oder nicht. 🙈
Und dann wartet man auf den Fitnessguru, der die Gruppe anführen wird. Der große Vorteil dieser geführten Gemeinschaftsaktivität ist die Tatsache, dass man durch den oder die ortskundige AnführerIn die Gegend besser kennen lernt und dann für sich, die Runden in der Umgebung ziehen kann.
Und dann startet man los! Die schnellen unter den Stockgehern setzen sich bald in Führung, während die langsameren im hinteren Drittel verbleiben. Der zurück
zulegende Weg ist dennoch für alle gleich lang. Egal ob man vorne oder hinten geht. Diese Erkenntnis nimmt enorm viel vom Zwang, bei den Schnellgehern sein zu wollen.
Bei Weggabelungen müssen auch die Flottwalker einen Zwischenstopp einlegen und beim Trainer nach dem weiteren Weg fragen, also wird „zusammen gewartet“. Das Gänsefüßchen musste jetzt sein, da die einzigen, die sich eine Pause ergattern können, die Vordersten sind. Kaum ist der letzte angekommen, starten die ersten wieder los…dieses Phänomen kann bei allen Gemeinschaftssportarten beobachtet werden, auch sehr beliebt beim Skifahren. Der erste fährt erholt weiter, sobald der letzte beim Pausenstützpunkt angekommen ist *kopfschüttel*.
Beim Kurwalking ist es völlig egal, welche Wetterbedingungen herrschen, das morgendliche Gehprogramm ist ein Fixpunkt im Tagesablauf. Wie heißt es? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.
Einer der Nachteile, bei kaltem Wetter zu walken, ist das häufige Nase-putzen-müssen. Ständig sieht man jemanden mit den Stöcken herumhanteln, in den Taschen wühlen und Tuch anlegen. Und kaum denkt man, man kann wieder frei durchatmen, „ists schon wieder zum schnäuzen“ 🤣.
Nach 60 Minuten per pedes zurück gelegter Zeit kommt man durchtrainerter und mindestens 200g leichter zurück und fühlt sich zwar durchgefroren, aber auch stärker.
Vergessen sind eventuelle Schmerzen, unzählig benutzte Taschentücher und schlechtes Wetter. Der Schrittzähler ist nun ganz nah am täglichen Schrittesoll und den Rest schafft man sowieso locker beim Herumirren in den Kurräumen auf der Suche nach der nächsten Anwendung.
ERKENNTNIS: der Weg vom Bett zur Teetasse zählt noch nicht zur Walkingrunde .

Tag15 Kur interruptus
Wenn man bereits zwei Drittel von seinem gesunden neuen Leben absolviert hat, beginnt sich etwas zu verändern. Die basische Lebensweise ist zu einer Einstellung geworden- ok man hat hier auch keine andere Möglichkeit- aber das Vorhaben, die neue Sichtweise ins alte Leben zu integrieren, eine Tatsache!
Nach zwei Wochen Bettgeflüster, Teefee🧚‍♀️ erwarten, Vollwertkost, Vorträgen lauschen und permanenter Bewegung, ist es mal an der Zeit, kurz an die frische Luft zu gehen, den Kopf aus der Base zu ziehen und ein wenig sauer zu werden. Es muss ja nicht gleich ein Bad in Batteriesäure sein, aber ein Schlückchen Ethanol hat noch keinem geschadet😎.
In der Umgebung gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Angebote, sich am Geschmack und Duft der vergorenen Trauben zu erfreuen und dementsprechend wird der Ausgang geplant. Und diesmal kann das Bett rufen, so laut es will. Es gibt Dinge, die muss man nicht hören!
Wer seinen treuesten Gefährten(nicht der Ehepartner sondern der Hund) mit hat, hat zumindest einen guten Grund, eine frühe Heimreise anzutreten, bevor der Geist aus der Flasche zu sehr in den Kopf und in die Glieder fahren würde.
Mit diesem Wissen startet also der mittlerweile erprobte Kurgast in den noch jungen Abend auf der Suche nach einer geeigneten Tränke. Natürlich in illustrer Runde, denn der Mensch ist nicht fürs Alleinsein gemacht, und so wird er auch bald fündig.
Die Gespräche handeln natürlich hauptsächlich von Gesundheit und/oder Krankheit, vom Gefallen oder Nichtgefallen der Kur, der Therapeuten und des Essens und es ist interessant, die verschiedenen Sichtweisen auf ein- und dasselbe Thema zu erfahren.
Wenn dann das erste Gläschen geleert ist, würde sich ein edler Spender für ein weiteres finden, doch man ist vernünftig und kehrt dem „sauren Leben“ den disziplinierten und mittlerweile durchtrainierten Rücken und tritt die Heimreise NATÜRLICH per pedes an. Jede zusätzlich zugeführte Kalorie muss wieder verbrannt werden🏃‍♀️.
Und wenn du dann in deinem basischen Zimmer bist, und im Fernsehen ein basischer Film(alles ohne Aufregungen) läuft, dann weisst du dass du wieder dort bist wo du sein willst.

ERKENNTNIS: ein Leben ohne Wein ist möglich, aber langweilig😁.

Tag20: KurEnde
Da ist sie nun, die ersehnte und auch befürchtete Zeit des KurEnde. Man hat ca 60 Behandlungen genossen, war aktiv und vor allem diszipliniert. In allen Belangen. Hat die basenüberschüssige (Vollwert)Kost (fast) lieben gelernt und die Teefee wurde zum morgendlichen Fixstern der letzten drei Wochen.
Die Tischnachbarinnen entwickelten sich zur Kurfamilie, mit der man Verdauungsthemen, Wassereinlagerungen, Hautirritationen, veränderte Sichtweisen, Mitkurende, basische Lebensweisen und lustige Momente geteilt und besprochen hat.
Die Damen und Herren im Restaurantbereich übernahmen die wichtige Zufuhr der lebenserhaltenden lukullischen Maßnahmen und achteten akribisch darauf, dass jeder gut versorgt war. Und selbst der Küchenchef war für „besondere Sonderwünsche“ an bestimmten Tischen offen.
So manch Therapeut fungierte hie und da als Grabstein für diverse körperliche und/oder seelische Wehwechen und verabreichte imaginäre und echte (Trost)Pflaster. Ihre angewandten Körpergüsse und -wickel konnten zwar keine Wunder bewirken, doch so manch Hautunebenheit verschwand nach der Auflegung wie durch Zauberhand😀🤔.
In der Kraft- und Ausdauersportkammer wurde literweise Schweiß hinterlassen, das Desinfektionsmittel benutzt wie das tägliche Deodorant.
Manch Physiotherapeut schaffte es in seinen Stunden, längst vergessene Muskeln herauszuarbeiten und zu dehnen und das „Faszientraining“ wurde zum neuen „Kurwort“. Es soll hier Menschen gegeben haben, die grün und blau gefärbt aus so einem Training kamen, rechtzeitig zur Osterzeit!
Die Badeoase wurde zur beliebten und ersehnten Chilloutzone nach den Therapien, und so manch lustiges Grüppchen sorgte für zusätzlichen Spaß durch das Tragen von Duschhauben im Indoorbereich. An dieser Stelle sei der eine oder andere (zu laute) Lachkrampf ent-spannter KurgästInnen zu entschuldigen, aber Lachen ist nun mal die beste Medizin.
Der Wahn mit dem Plan hielt bis zum Schluss, kaum zu glauben dass durch das ständige daraufschauen niemand ein Schleudertrauma erlitten hat🤔.
Den Damen und Herren an der Rezeption sei gedankt für ihr ständig offenes Ohr sämtlicher Anliegen der Kurgäste, viel hatten sie mit den Kurenden zu tun um deren wichtige Fragen zu beantworten und sich um deren Wohlergehen zu kümmern. Egal ob ein zweiter Polster den wichtigen Schlaf verbessern konnte oder der Stöpsel im Waschbecken fehlte, Hilfe war sofort zur Stelle.
Zurückblickend lässt sich sagen, dass diese drei Gesundheitswochen des Ausstiegs wesentlich zur Genesung bzw. Wiederherstellung seiner geistigen, seelischen und körperlichen Gesundheit beitragen KÖNNEN, wenn man sie ERNST NIMMT und nachhaltig zumindest kleine Rädchen im Lebenskreis verändert.
Ich bin ziemlich sicher, dass die Mehrheit der Kurgäste mit ganz vielen schönen Erinnerungen und neuen Erkenntnissen nach Hause fährt und nur die besten Vorsätze hat. Mögen sie so lang als möglich anhalten!

ERKENNTNIS: gute Zeiten
+ verrückte Menschen
= schöne Erinnerungen

Auf den Hund gekommen

Die Gedanken kreisen lange, Vor- und Nachteile werden abgewogen, Gründe dafür und natürlich dagegen gesucht und gefunden.
Ist man überhaupt bereit dazu? Hat man sein Leben bisher genutzt? Oder gibt es noch etwas das unbedingt „vorher“ noch erledigt werden sollte? Kann man sich die „Anschaffung“ leisten? Ist das Haus, der Garten, das Auto sicher und groß genug? Ist jederzeit Auslauf möglich? Hat man genügend Zeit?
Wer wird die Erziehung, das Sauberwerden, das Füttern und Spazierengehen übernehmen? Und ganz wichtig: was soll es werden? Männchen oder Weibchen? Rasse? Der Zuwachs soll ja zu seinen Menschen passen! Das sind essenzielle Fragen bevor man sich auf das ‚große Wunder‘ einlässt.
Es müssen Ratgeber gelesen, die möglichen Babysitter organisiert und eine geeignete Urlaubsresidenz gefunden werden. Unvorbereitet könnte ‚der Erwerb‘ in einem Riesendesaster enden. Und dabei soll er doch das Leben bereichern, eine Begleitung durchs Leben sein, der künftig beste Freund werden!

Nein, liebe LeserIn, die Rede ist nicht von menschlichem Nachwuchs, sondern von einem Hundewelpen.

Sie sehen, wenn man die Sache ernst nimmt, sollte man sich recht ähnliche Gedanken wie über ein Baby machen, damit man dann nicht überfordert vor den Trümmern seiner wunderbar ausgemalten Zukunft steht.
Während man als Mensch zu den Glücklichen  gehört, die selbst ihrem Abkömmling das Leben schenken können, ist es als künftiger Hundebesitzer die erste wesentliche Aufgabe, sich einen ehrlichen und seriösen Hundezüchter zu suchen. Ich finde es als unsere Pflicht, dubiose und widerliche Kreaturen, die Hunde nur für Zuchtzwecke als Wurfmaschinen missbrauchen, nie und nimmer zu unterstützen, nein, ihnen sogar nach Möglichkeit, das Handwerk zu legen! Auch wenn diese Hunde um ein Wesentliches günstiger sind, Hände weg von diesem Scheusal an unseren Lieblingen!

Hat man also einen vertrauenswürdigen Züchter gefunden, wird man schnellstmöglich ein Zusammentreffen mit dem möglichen Zuwachs vereinbaren. Und glauben Sie mir: sie werden das Gelände ’nicht ohne ihren Hund‘ verlassen wollen.
Witzigerweise erzählen durchwegs alle Hundebesitzer, dass das Kennenlernen mit dem winzigen Vierbeiner „Liebe auf den ersten Blick“ und „vorbestimmt“ war. Auch ich „weiß“, dass die Zusammenführung mit unserer Hündin gelenkt war und es so sein sollte.
Wenn Sie das große Glück haben, dass ihr künftiger Hund schon das entsprechende Mitnehmalter hat, dann wird es so sein, dass sich die Zahl der Passagiere in ihrem Fahrzeug bei der Heimreise um mindestens EINEN erhöht hat. Denn ‚zufällig‘ hat man zum Besuch ja eine Transportbox inklusive Kuscheldecke mitgenommen. Sicher ist sicher!
Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir unsagbar glücklich waren, dass unsere Fenja weder beim Heimfahren im Auto, noch zuhause nach ihrer eben verlassenen Familie geweint hat. Ich hatte in der Anschaffungsphase oft von heulenden und wimmernden Hundenkindern gelesen, die bis zu drei Tage ihre Mama und Geschwister suchten.
Und zuhause angekommen beginnt dann das neue große Abenteuer mit dem kleinen, hilflosen und von uns Menschen abhängigen Geschöpf.
Die nachfolgend notwendige Erziehung beginnt am ersten Tag und deren Früchte trägt man, wenn der Hund in seine Jahre kommt. Aus der quirligen, aufgeregten, neugierigen und lebenshungrigen Spürnase wird, neben der eigenen, sich verändernden Persönlichkeit, ein ruhiger, besonnener und erfahrener Gefährte, der dich besser kennt als du dich selbst. Ich habe es nicht geglaubt, doch es ist wahrhaftig so. Unser bester Freund tut doch nichts anderes, als uns von früh bis spät zu beobachten.

Notiz: Egal, welchen Namen man sich für seinen neuen Mitbewohner ausgesucht hat, im ersten Jahr ist dieser sowieso „NEIN“😀!

Spaziergänge werden mit einer Fellnase(warum der Hund so heißt,  weiß ich nicht, da die Nase eine der wenigen Stellen ist, die Fell frei ist🤡) beinahe jedes Mal zu einem kleinen Abenteuer, zumindest aber zu einem notwendigen Fixpunkt im Tagesablauf und ist solo nicht mehr vorstellbar.
Wenn der Hund jung ist, ist jede Pflanze und jeder Holzscheit aufregend und wird zur Showbühne (im übrigen werden auch Wohnungsmöbel und sämtliches Interieur zur Hunderampe umgebaut wenn das Wetter zum Gassi gehen zu schlecht ist – und ja, ich stehe dazu, dass das bei uns der Fall ist und war).    Wenn der Hund dann älter wird, sind ganz einfache Wald- und Wiesenläufe möglich, ohne dass man als Halter gleich das Gefühl hat, den Hund zu wenig gefordert zu haben. Ein Hoch auf das Alter, denn es bringt die gelobte Gelassenheit mit sich. Sowohl beim Hund als auch beim Herrn!
Kuschelstunden stehen an der Tagesordnung und die Couch kann sehr wohl mit dem Vierbeiner geteilt werden wenn: A) die Pfoten und der Hund als ganzes sauber sind und: B) der Gehorsam gegeben ist, und das durchgehend, nicht nur wenn es dem Hund genehm ist. Genauso kann man es mit der Bettnutzung halten.
Krank sein hat jetzt eine völlig neue Bedeutung: es gibt keinen besseren Krankenpfleger als einen Hund. Er lässt dich keine Minute allein und steht jede Krankheit mit dir durch!
Genauso steht es mit dem Gesundheitsheilverfahren. Es gibt in Österreich tatsächlich Kurhotels, in die der befellte Gefährte mit darf. Natürlich sind der Speisesaal, der Nassbereich oder die medizinischen Räume tabu für die Hundepfoten, doch allein schon die Gewissheit, dass dein Hund im Zimmer auf dich wartet, ist ein zusätzlicher positiver Genesungsgrund.
Und egal, wie lange du außer Haus oder Zimmer bist, er freut sich immer dich zu sehen. Doch Vorsicht vor anspringenden Hunden bei der Rückkehr. Das ist keine Freude sondern eher die Maßregelung: „Warum hast du mich nicht mitgenommen“ bzw. „Wo warst du so lange?“.
Hat sich ein Hund dieses Verhalten angewöhnt, sollte man sich generell das Rollenverhältnis zuhause ansehen.
Notiz: ein Hund kennt keine Demokratie. Er ist nur an Hierarchie interessiert.
Und wenn der Mensch die Führung nicht übernimmt, wird es der Hund tun. Ein schönes Zusammenleben ist dann allerdings nicht zu erwarten.

Die Frage ob man jemals einen Hund haben sollte, kann nicht allgemein beantwortet werden. Es gibt sicher genug Menschen, die der Hundehaltung nichts abgewinnen können. Die sollten es dann auch lieber lassen, sich in die Verantwortung zu begeben. Diejenigen die sich sehnlichst einen wünschen, sollten sich in jede Richtung ausreichend erkundigen und sämtliche Für- und Wider abwägen, sonst enden solche Verbindungen böse. Und das leider meist für das Tier.

Ob ich, nach dem unvermeidlichen Gehen unserer Hündin, jemals wieder die bedingungslose Liebe zu einem Hund finden werde, ist fraglich. Doch ich schließe es nicht aus, dass mich nochmal der Fellblitz trifft. Und dann beginnt der Hundezirkus eben von vorne😎.

Notiz an mich selber: Das Haus wäre ohne Hund sicher sauberer, der Alltag manchmal leichter zu gestalten, die Arbeit weniger, aber das Leben leerer.

Traumfänger

Wie ist das so mit unseren Träumen? Hat jeder einen und braucht man sowas? Was, wenn sich der Traum nicht erfüllt, weil es das Leben und seine Umstände nicht erlauben? Ist man dann nicht deprimiert und desillusioniert? Sollte man das träumen dann nicht lieber gleich lassen?
Doch was, wenn man in der glücklichen Lage wäre, sich seinen Traum zu erfüllen? Oder jemand anderer erfüllt ihn!
Klingt unglaubwürdig, ich weiß! Dennoch glaube oder besser gesagt weiß  ich, dass es sowas gibt. Selbst erlebt!

Wenn man jung ist, hat man viele Vorstellungen vom Leben. Nichts schreckt einen ab, alles ist (scheinbar) möglich, Angst ist ein Fremdwort. Zu der Zeit sind wir also noch „Erreicher“. Wann genau werden wir zu „Vermeidern“? Ist es das Alter, oder die Erfahrung dass „soviel“ passieren kann, oder ist es der Alltag der uns träge, ängstlich und faul macht? Vielleicht ein Potpourrie aus allem.

Und doch gibt es da diesen einen Wunsch, diesen Traum, den man ständig in seinem Körper, in seinen Gedanken spürt und der manchmal lauter oder leiser nach Erfüllung schreit. Kann sein, dass man den Ruf mal eine zeitlang gar nicht hört, dennoch weiß man, dass er da ist.
Hören wir nicht weg! Er will uns etwas sagen. Um die Antwort zu bekommen, müssen wir uns selbst ernst nehmen.
Immer wieder stoßen wir in unseren Vorhaben auf Widerstände, manchmal clever getarnt als „gut gemeinte“ Tipps von lieben Menschen, die nur unser Bestes wollen!
Nein, das soll keine Ironie sein, das ist bestimmt die Wahrheit. Nur vergessen wir nicht: es sind die Grenzen desjenigen, der sie zieht und nicht deine!
„Das geht nicht!“ sagten sie. Doch dann kam einer, der wusste das nicht und hats einfach gemacht!
Einer meiner Lieblingssprüche. Weil er stimmt!
Lassen wir uns in der Durchsetzung unserer Träume keine Grenzen aufzwingen, die nur für andere sichtbar sind. Probieren wir doch einfach aus und hinterher können wir aus Erfahrung gelernt haben. Nicht alle Träume sind an Reichtum oder viel-Geld-zur-Verfügung-haben gebunden. Es kommt halt auf den Traum an. The best things in life are free!

Es stimmt schon, dass alles im Leben seine Zeit hat und braucht. Manchmal ist es besser, abzuwarten und das Leben in seinem Tempo „arbeiten“ zu lassen. Dennoch sollten wir aber unsere innere Stimme nicht überhören und an unseren Träumen dran bleiben. Denn es kann passieren, dass eines Tages alle Zeichen auf „Erfüllung“ stehen und wenn dieser Tag nicht am Schopf gepackt wird, könnte es sein, dass er nie wieder kommt.

Eine gute Freundin ist der festen Überzeugung, dass man zu seinem Glück nichts tun muss, da alles vom Leben selbst erzeugt wird. Sie sagt, dass alles so kommt wie es sein soll. JEIN! Ich glaube auch, dass vieles unbeeinflussbar ist und geschehen soll, nur denke ich, dass man die Chancen die man bekommt ergreifen sollte um seinen Träumen die Erfüllung zu ermöglichen. Denn demnach schickt ja dann auch „das Leben“ die Chance. Wenn man von einer Reise träumt und nicht weiss ob man sie tatsächlich buchen soll – denn Gründe dagegen gibt es immer – dann muss ich selbst tätig werden, denn hier wird das Leben nicht die „ENTER“ Taste drücken um die Buchung abzuschließen oder mich ins Reisebüro tragen. Irre ich mich? Nun, zu diesem „überirdischen“ Thema hat sicher jeder seine eigene Meinung und das ist gut so!

Manchmal dauert es ein halbes Leben, seinen innigsten Wunsch zu erfüllen, oder sich erfüllen zu können. Na und? Was zählt, ist die Tatsache dass es möglich ist und es geschehen kann! Verlieren wir nie die Hoffnung! Und den Blick für den richtigen Zeitpunkt!
JA, ich bin überzeugt dass es den (richtigen Zeitpunkt) gibt! Für vieles im Leben!
Manchmal ändert sich der einst scheinbar wichtigste Wunsch und wird unwichtig oder verschwindet gar. Auch ok! Dann war er vielleicht doch kein Lebenstraum.

Notiz an mich selbst: „Tu es oder lass es, aber heul nicht!“

 

Wintersommer

Kennen sie den kleinen Urlaub? Das ist der Bruder vom großen.

In Österreich früher „Energieferien“ genannt, unterbricht er(der kleine Urlaub) für sieben Tage den Schul- und Kindergartenalltag und somit das tägliche Tätigungsfeld. Das Wort kommt daher, weil man zu jener Zeit die Schulen nicht beheizt hat und die Golfstaaten kein Öl lieferten. Heute nennt sich die kurze Auszeit „Semesterferien“ und läutet die letzte Halbzeit eines Schul- und Kindergartenjahres ein. Inklusive Zeugnisübersicht zwecks Leistungsüberprüfung😐.

Klingt nach wenig nutzbarer Zeit, bringt aber enorm viel, vor allem, wenn man die Möglichkeit hat, den heimatlichen Boden zu verlassen und ferne Gefilde bereisen kann. Und ja, selbst für sieben Tage ist der Einstieg in ein Flugzeug nicht umsonst, denn in vier- bis sechs Stunden ist man der Sonne vermutlich näher als sogar daheim im Sommer! Allein die gesundheitliche Komponente muss beachtet werden. Eine Hochdosis an natürlichem Vitamin D, mitten im Winter, hat noch keinem geschadet, im Gegenteil! Denken sie daran, wenn sie ihr nächstes Reiseziel wählen.

Unser kleiner Urlaub wohnte also in den Vereinigten Arabischen Emiraten, genauer gesagt in der Hauptstadt Abu Dhabi.
Das tolle Hotel in Strandlage, fernab vom umtriebigen persischen Business, enttäuschte uns in keinem einzigen Bereich. Mögliche, doch noch offene Wünsche schafften es nicht mal ins entspannte Bewusstsein, da diese direkt im Keim erstickt wurden.
Egal, ob bei den Hauptmahlzeiten im Restaurant, beim Poolservice in der wunderbar großflächig angelegten Badelandschaft oder beim nutzbaren Zimmerservice, so nach dem Motto: „Sag was du möchtest, wir besorgen es dir!“
Der neun Kilometer lange Naturstrand direkt vor unseren Nasen, lud zum ausgiebigen Flanieren oder einem entschlossenen frühmorgendlichen Powerwalk. Der Angetraute und ich schafften es zwar nicht zu früher Stunde, jedoch täglich nach dem Frühstück, mit festem Fuße über den fast weißen, nicht klebrigen Sand zu trampeln.
Das windige, eher kühle Wetter schreckte uns am Ankunftstag etwas ab, wobei die Hoffnung in eine erstmals mögliche zutreffende Wetterappprognose zuletzt sterben sollte. Und es wurde wie prophezeit: täglich wärmer und windstiller! Besonders tagsüber zeigte der Fixstern seine ganze Kraft und schickte ungetrübten Sonnenschein auf unsere Insel, die von türkis-blauem Meer umspült wurde. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen man wäre optisch in der Karibik oder auf den Malediven.
Die gesamte Hotelanlage war von auffallend penibler Sauberkeit, wobei man während der Aufenthaltszeit kein einziges Heinzelmännchen beim Fegen entdecken konnte. Ich bin der Meinung, dass der Putztrupp sein Geheimnis weiterhin gut bewahren darf!
Doch nicht nur mit einem blitzsauberen Hotel kann das Land aufwarten.
Vermutlich wussten Sie, dass sich hier das (noch) höchste Gebäude der Welt befindet.
Der BURJ KHALIFA ist ein Wolkenkratzer der als Hotel, Büros und fürs wohnen genutzt wird. Er ist 828m hoch, hat 25 Aufzüge und wurde von 2004 bis 2010 erbaut. Wir brauchten für 124 Stockwerke nicht mal EINE MINUTE mit diesem Highspeed-Lift!
Die Aussicht ist natürlich ein Wahnsinn, doch höhenängstlich sollte man besser nicht sein. So manch einer hat schon gedacht, der Burj bewegt sich 🤔.
Das Hinabfahren funktioniert mindestens so schnell wie das Auffahren gen Himmel, und ich empfand es als beruhigend, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Es dauerte ein wenig, bis der Untergrund nicht mehr schaukelte, wie mein geliebtes Boot in Kroatien(www.isis-schreibstube.at/bootstauglich).
Apropos Meer: ein Besuch im beeindruckenden Aquarium in der DUBAI MALL lohnt sich auch, wenn man hier zu Besuch ist. Haie, Rochen, Nemos(Clownfisch), Krokodile, Riesenkrebse, Chamäleons, Spinnen, Pinguine und viele andere Tiere haben hier ihre neue Heimat gefunden und ertragen geduldig die aufgeregten und wissbegierigen Blicke der neugierigen Touris.
Aus den schicken, für Normalsterbliche unleistbaren Nobelstores, die man in der 350.000m2 großen Mall findet, möchte man am liebsten viele kleine und große Präsente für sich und seine Liebsten einpacken. Ein Blick auf den Preis erübrigt jede weitere Diskussion 😣.
Der krönende Abschluss dieses ereignisreichen Tages ist ein Wasserspektakel, die DUBAI FOUNTAINS.
Zu jeder halben und vollen Stunde spritzen Wasserfontänen, in Licht getaucht und durch Musik untermalt, in den Nachthimmel, gefolgt vom Raunen der Zuseher und Applaus zum Ende der Show. Danach sind wir eingehüllt in ein Netz aus Millionen Wasserperlen.
Hätten wir einen Schrittzähler mitgehabt, wäre er vermutlich an seine technischen Grenzen gestoßen, und wir freuen uns auf die Rückkehr in unser Hotel.

Das Leben ist ein Rendezvous mit sich selbst und mit seinen Freunden.
All die wunderbaren Eindrücke wären ja nur halb so wertvoll, wenn wir sie nicht teilen könnten.
Deshalb danke an Julia und Emily, dass sie mit uns diesen Urlaub verbracht haben, ihr wart tolle Reisebegleiterinnen!

Notiz an mich selbst: gebräunte Haut wiegt drei Kilo mehr!
O-Ton Julia: weiße aber auch…😎

Wenn der Berg ruft, musst du gehen!

…oder warum apres Ski auch ohne Ski möglich ist!

Der Kalender versprach ein langes Wochenende über den Feiertag im Dezember! Also raus aus dem Haus und aufi auf’n Berg! Den Hund bitte nicht vergessen!
Nach einigem Sinnieren über den Verweilort einigte man sich auf den schönen Skiort Obertauern. Im Auto EIN Paar Ski. Mehr brauchts nicht für drei Tage, man kann die Umgebung auch per pede erkunden. Und das gemeinsam mit dem Lieblingsvierbeiner.
Das Verwöhnhotel Steiner würde für unser leibliches Wohl als Herberge dienen, denn es kommen ja nur Tierliebhaberquartiere in Frage. Direkt neben der Piste, ein paar Gehminuten vom spaßerfüllten, partyschwangeren Ortskern entfernt.
Nach einer verkehrsreichen Fahrt, erreichen wir unser Urlaubsdomizil und es hält was es versprach.
Mit einem Hauch von altem Schick und überschwenglicher Weihnachtsdekoration vermittelt das familiär geführte Hotel sofort ein behagliches Gefühl und selbst der Grinch kommt hier in Weihnachtsstimmung, versprochen!
Das Zimmer bietet alles, was das Urlaubsherz begehrt und auch das Haustier bezieht sogleich seinen Platz für die nächsten drei Tage.
Die Hotelküche bietet für jedermann etwas, auch der Vegetarier wird hier nicht vergessen. Die Weinbar ist gefüllt mit edlen Tröpfchen und das Personal bleibt einem keine Antwort auf mögliche lukullische Fragen schuldig.
Nachdem wir also das Hotel auf Herz und Nieren geprüft haben, muss auch die Nacht mit ihren Lokalitäten unter die Lupe genommen werden. Wir werden in der Lürzer Alm fündig was Unterhaltung und Stimmung betrifft: eine riesengroße Apres Skibar über mehrere Etagen, der Dj mischt generös, bekannte Hits und die Luft ist gefüllt mit Lachen, Alkohol und Schweiss eines langen Skitages. Doch daran stört sich hier niemand. Alles was zählt ist der Spass, und der ist hier garantiert.

Weiter geht’s ins Mundwerk, ein hippes, cooles Lokal für Junge und Junggebliebene. Die neuesten Mashups wummern aus den Boxen, überall Gelächter und ausgelassenes Stimmengewirr. Hier überlassen wir die Bühne aber lieber den coolen, jungen Leuten und schlendern weiter in den Gruber Stadl wo man zu Stimmungsmusik locker tanzen kann. Zum Glück gehören wir hier nicht zu den Ältesten, das Publikum ist bunt gemischt. Die Schenke erinnert mich an eine Apres Skihütte, nur stehen die Leute ohne Skiausrüstung auf den Boxen.
Generell strahlen die „Skihütten“ mit ihrer hochwertigen, edlen Bauweise und dem modernen Interieur alles andere als Schmuddeligkeit aus. Ich bin überwältigt!
Der Angetraute kennt das ja, weilt er doch bereits das dritte mal hier Vorort. Bis jetzt allerdings immer in einer Herrenrunde. (Ich sehe es als Kompliment dass ich hierher mitfahren „darf“…*duckundweg*)
Lustig ist’s  und gerne würde man den Kurzurlaub um ein- zwei Tage verlängern, doch der Alltag ruft und will nicht warten.

Bevor man allerdings die Heimreise antritt, muss man unbedingt den genialen Fernblick auf Berge, Schnee und sonnendurchflutete Landschaft genießen. Ich vermute es klingt wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Film, doch wenn sich das Bächlein durch die schneebedeckte Winterlandschaft schlängelt, meldet sich die romantische Ader in jedem, das schwöre ich!
Doch die Zeit ist eine Verräterin. Sie läuft still und heimlich vor dir her und plötzlich ist sie verschwunden, also werden Hund, Herr, Ski und Zubehör wieder fein säuberlich ins Gefährt gepackt und fachgerecht verstaut. Bei einem Unfall soll man zumindest nicht auch noch von nach vorn fliegendem Gepäck erschlagen werden.

Ein absolut empfehlenswerter Ort für einen Kurz- oder Longtrip in Gesellschaft mit der(m)Liebsten oder in gleichgeschlechtlicher Freund Innenrunde, denn hier ist Spaß garantiert und keiner bleibt lange allein.

Die einzige Frage die sich künftig stellt ist: to Ski or to Apres-ski??

Vienna calling

Ich weiss ich wiederhole mich, aber von Zeit zu Zeit sollte man tatsächlich sein Hamsterrad verlassen,und in die große Stadt fahren. Damit meine ich zu deutsch: Wien, französisch: Vienne, englisch:Vienna, niederländisch: Wenen oder einfach auf wienerisch: Wean!
Auch wenn uns diese Stadt sehr nahe ist, ist sie eine Reise wert und in sich eine Sehenswürdigkeit. Nicht ohne Grund gehören das historische Zentrum und das Schloss Schönbrunn zum UNESCO WELTKULTURERBE!

Doch nicht nur mit bedeutungsschweren Gebäuden kann die österreichische Bundeshauptstadt auftrumpfen, mir persönlich hat es ihr Flair und ihr Charisma angetan und ich gebe zu, das spüre ich am besten in ihrem Inneren Kern.

Ein Freund ist bekanntlich jemand der dich gut kennt und dich trotzdem mag. Eine lieb gewonnene Freundin kennt mich also und überraschte mich zu meinem Geburtstag mit einem Wien-Tag nach meinem Geschmack: ohne Plan und Zeitdruck in die City und dorthin gehen, wo es fein und gemütlich ist.
Frau trifft sich also zum Stelldichein für die big City Beats und folgt dem vorweihnachtlichen Ruf. In erster Linie werden die christlichen Umschlagplätze, auch Adventmarkt genannt, und die Weihnachtsbeleuchtung angestrebt. Sie brauchen auch nicht lange zu suchen, denn bereits am letzten Wochenende im November erstrahlt die Stadt in bunten Leuchtkörpern.

Der erste Weg führt uns also in die Wiener Innenstadt. Der Stephansdom wacht über seiner Metropole und deren Bewohner und schaut sehr eindrucksvoll auf uns herab. Doch unser Ziel ist nicht sein Innenleben mit den Katakomben, sondern uns dürstet nach Sehen und Gesehen-werden und: Hand aufs Herz, auch ein wenig nach einer traditionellen Wiener Melange und einem guten Glas Prosecco! Wo könnte man beides nicht besser konsumieren, als im Einkaufszentrum Nr 1, dem Steffl mit seiner exklusiven Sky Bar im obersten Geschoss. Ein Platz findet sich mithilfe des netten Garcon sofort und unsere lukullischen Wünsche werden prompt erfüllt.
Die Stunden vergehen wie im Flug und auch der Geist aus der Flasche zeigt erste, kleine Auswirkungen. Gefährlich, wenn’s wo zu gemütlich wird!
„Zum Glück“ hat meine liebe Gefährtin einen Mittagstisch reserviert, sodass wir unseren „Himmelsplatz“ verlassen,  und weiterziehen müssen.
Unsere beinah Tischpartnerin ist eine bekannte Politikerin, die sich ebenso den italienischen Köstlichkeiten der Stadt hingibt, wie wir.
Gestärkt geht es auf unserer „anstrengenden“ Wientour weiter und sie führt uns zurück in den „inner circle“, nämlich vor die einladenden, liebevoll weihnachtlich gestalteten Schaufenster der edlen Warenhäuser, deren Namen man meist nur vom Hörensagen kennt. Doch heute soll sich das ändern und wir treten hinter das Schaufenster. Mit einem Glas Champagner in der Hand schlendern wir unserer Wege und bestaunen die Luxuxartikel rundherum.
Doch irgendwann ist es an der Zeit, die Traumwelt zu verlassen und zurück in die Realität zu kehren. Gott sei dank ist unsere nicht traurig und dementsprechend finden wir auch leicht in diese zurück.
Die Wirkung des edlen Tropfen tut ihr übriges und schnurstracks wird eine freistehende, unbewachte Fotobox angesteuert und überwältigt. Um vier Euro kann man acht lustig-  schaurige Fotos machen. Als Beweis für einen pfiffigen Tag!
Der eine und andere Weihnachtsmarkt wurde dann auch noch begangen und so manches adventliche Mitbringsel fand Platz in unseren Taschen und in den Herzen der Beschenkten. Unseren Tagesausflug beschließen  wir in einem kultigen Wiener Kaffeehaus, in dem wir unsere Tageseindrücke  verarbeiten und über die Magie der Stadt sinnieren.

Natürlich hätte ich jetzt über all die wichtigen Denkmäler und die bedeutenden Menschen, die in Wien leben und gelebt haben, schreiben können. Nur gibt es diese Art der Reiseführer schon zur Genüge und würde zu den Dingen zählen, die die Welt nicht mehr braucht.
Dieser Wienbesuch ist meine ganz persönliche und bevorzugte Art, durch unsere Bundeshauptstadt zu reisen. Unaufgeregt, entspannt und terminlos.
Ich finde, nicht ohne Grund hat unser erfolgreichster Musikexport, Falco, diese mondäne Stadt in seinen Liedern besungen.

Wien ist anders. Manchmal einschüchternd und anmutend gefährlich, jedoch auch bezaubernd und verträumt. Mit Sicherheit interessant und immer wieder einen Besuch wert. Probieren sie diesen kleinen Urlaub aus!

Küss die Hand die Damen, guten Abend die Herren!
Griaß eich die Madln, servas die Buam!

Freundalwirt´schaft!

EIN FREUND, EIN GUTER FREUND. DAS IST DAS BESTE, DAS ES GIBT AUF DER WELT. EIN FREUND, BLEIBT IMMER FREUND, UND WENN DIE GANZE WELT ZUSAMMENFÄLLT. DRUM SEI AUCH NICHT BETRÜBT WENN DEIN SCHATZ DICH NICHT MEHR LIEBT. EIN FREUND, EIN GUTER FREUND, DAS IST DER GRÖSSTE SCHATZ DEN’S GIBT.“

Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“
So steht es auf Wikipädia.

Haben Sie sich schon mal über ihre Freundschaften Gedanken gemacht? Welche Qualität sie haben. Über wie viele „echte“ Freundschaften Sie verfügen. Da grübelt man manchmal darüber, warum man denn keine „echten“ Freunde hat und vergisst darüber hinaus, sich selbst die Frage zu stellen, ob man denn selber einer ist.  FREUNDSEIN ist nämlich gar nicht (immer) so einfach..

Es geht beim Freund-sein nicht nur um die angenehmen Seiten, sondern, genau wie in einer Partnerschaft, um Begleitung auch durch schwierige Phasen. Wohl eine der schlimmsten Teilstrecken einer Freundschaft ist der Verlust eines Partners oder nahen Angehörigen von einem  der beiden Freunde/Innen.
Da mit durch zu gehen bedarf viel Einfühlungsvermögen, selbstloses Zeit- und Anteil-nehmen und Durchhaltevermögen. Es muss selbstverständlich sein, für eine ungewisse Zeit sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und ganz für den Freund(In) da zu sein. Und nein, dafür gibt es kein Zeitlimit, denn Trauer hat kein Ablaufdatum und dieser Tatsache muss man ins verweinte, rote Auge blicken. Wenn der schlimmste Schmerz vorüber ist, kann es wieder um andere Themen gehen und auch wenn die Zeit eine andere ist, kann sie dennoch wieder lustig sein.

Zum Glück sind das vermutlich Ausnahmeperioden in einer Freundschaft und der Großteil der Zeit sollte mit Leichtigkeit, Spaß, Freude und Ausgelassenheit gefüllt sein. Wenn sich die Beziehung zum Freund(In) schwierig und zäh anfühlt und Sie spüren, dass sich nichts bewegt, dann sollten Sie die Beziehung überprüfen.
Im Laufe eines Lebens verändern sich unsere Freundschaften ziemlich massiv. Als junger Mensch kann man gar nicht genug Freunde haben, doch mit der Zeit werden die Freundschaften weniger, bis zum 40. Lebensjahr reduziert sich die Zahl auf circa 13! Danach reduziert sie sich nochmal und bis zum „letzten Schlaf“ bleiben oft nur zwei bis drei Freunde übrig.
„Freunde sind wie Schuhe. Zuerst kann man gar nicht genug davon haben, später stellt man fest, dass es immer die gleichen sind, mit denen man sich wohl fühlt.“
Interessanterweise ändert sich oft auch die Einstellung zu einer freundschaftlichen Beziehung. Da denkt man jahrelang, dass man seinen besten Freund(In) gefunden hat und dann, nachdem dich die Zeit verändert hat, merkst Du, dass es ganz andere Freundschaften sind, die dich erfüllen und du dort findest was du gesucht hast.

Angeblich ist eine wesentliche Voraussetzung für die freundschaftliche Eintracht derselbe oder zumindest ein ähnlicher Beruf, ähnliche Weltanschauungen und Moralvorstellungen.
Können Sie das bestätigen?
Natürlich kann Freundschaft mit ganz unterschiedlichen Berufen und Einstellungen funktionieren, vielleicht ist es nur etwas schwieriger…und ich bin der festen Überzeugung, dass Freundschaft, und generell jede gute Art der Beziehung zwischen zwei Menschen, auch  von der (emotionalen) Intelligenz des Gegenüber abhängig ist. Ob derjenige deine guten Absichten er- und anerkennt! Das macht vieles leichter und neutralisiert so manchen schwelenden Konflikt! Und seien wir doch ehrlich: an jedem findet man etwas zu kritisieren, zu korrigieren, zu verbessern. Doch kaum beginnt man mit dem „weltverbessern“ und moralisieren, müsste man bereit sein, entgegenkommende Kritik auch anzunehmen. Bevor man den anderen „anpatzt“, sollte man schauen ob man selber nicht auch dreckig ist:-) Was bliebe von uns dann übrig? Dass man kein Freund mehr ist? Wer hat was davon?

Obwohl: es gibt natürlich Vorkommnisse, über die man auch nicht mehr reden kann. Wo Verletzungen so tief sitzen, dass sie unüberbrückbar sind. Und die Hand zum Frieden reichen kann leider nicht jeder, denn wenn sie gereicht wird, wird sie häufig viel zu früh zurück genommen. Nämlich dann, wenn das Gegenüber nicht gleich freudestrahlend „givefive“ übrig hat. Wir sollten alle viel mehr Geduld mit unseren lieben Mitmenschen haben. Die wenigsten sind an schadhaftem Verhalten uns gegenüber interessiert. In Wahrheit will jeder nur seinen persönlichen Stress vermeiden und (sein) Wohlbefinden erzeugen. Leider manchmal auf Kosten eines lieben Menschen! Ich höre nicht auf, daran zu glauben, dass jedes wertschätzende und achtsame Gespräch besser ist als das Messer im Rücken! Nennen Sie  mich ruhig naiv, doch ich bin ein endloser Optimist, und das soll sich nicht ändern!

Folgender Satz ist womöglich für den Einen oder Anderen befremdlich, doch ICH halte viel von ihm, vor allem weil er von einer, mir sehr wichtigen Person stammt: “ Egal, in welche Freundschaftssparbüchse du einzahlst, von irgendwoher bekommst du alles zurück. Es muss allerdings nicht dieselbe Box sein in die du eingezahlt hast.“
Lange Zeit habe ich den Satz nicht verstanden. Heute, nachdem mir das Leben den Satz verständlich gemacht hat, weiß ich, dass es wirklich so ist.
Eventuell denken Sie jetzt, dass es ziemlich anstößig ist, über Freundschaft so „berechnend“ zu sprechen, doch „rechnen zu können“ ist doch nicht schlecht…und Beziehungen leben nun mal vom Geben und Nehmen. Und wenn Sie nicht von Zeit zu Zeit bilanzieren, verstehen Sie womöglich nicht, warum Sie sich manchmal leer fühlen.
Keine Angst vor dem Ergebnis, im Endeffekt können Sie nur gewinnen und der Vorteil ist, dass wir uns unsere Freunde immer noch aussuchen können.

Die höchste Form der Freundschaft ist wohl die Ehe! Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die ihren besten Freund geheiratet haben, dann haben Sie ein Extrastück der Lebenstorte bekommen. Glückwunsch!

Wenn wir von Freundschaft sprechen, haben die meisten gleichgeschlechtliche Verbindungen vor Augen. Kann eine gegengeschlechtliche Freundschaft überhaupt funktionieren? Ich weiß nicht recht…irgendwann kommt vielleicht eine Situation, in der man sich entscheiden muss. Jedoch kenne ich sehr wohl Bündnisse die auf dieser Ebene funktionieren!

Egal, welchem Geschlecht Sie angehören und wer derjenige ist, der sich Ihr Freund nennen darf, Hauptsache Sie verstehen sich blind, können Unausgesprochenes erahnen, unvollständige Sätze beenden, über dieselben Witze lachen und einfach eine gute Zeit zusammen verbringen! Mit einem Freund an der Seite ist keine Last zu schwer.

Und im Endeffekt ist es nicht wichtig, wohin wir gehen, was wir machen oder was wir haben. Es ist nur wichtig, wer an unserer Seite ist.

Das Cinderella-Syndrom 2.0

…oder über die Notwendigkeit, „Eier“ zu haben

Kennen Sie das Märchen „Cinderella“?

Der letzte Rat ihrer (Cinderellas) Mutter war: „Sei mutig und freundlich“.
Seit ich den Film gesehen habe, hat es dieser Rat in mein Gedächtnis und daraufhin in meinen aktiven Wortschatz geschafft.
Der Satz fasziniert mich jedes mal aufs Neue, wenn ich über ihn nachdenke. Doch ich bin mir sicher, dass ihn jeder anders versteht, definiert und leben wird.

Was bedeutet es, mutig zu sein?
Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist,  etwas zu wagen, das heißt, sich beispielsweise in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben.
Dass man etwas wagt, was man vorher noch nie gewagt hat, seine Angst überwindet, über sich hinauswächst, dass man riskiert zu scheitern und es trotzdem macht.
Mutig sein heißt auch, neugierig zu sein und zu bleiben und Fortschritte zu machen und allein Entscheidungen zu treffen, und die Konsequenzen zu tragen, auch wenn sie unangenehm sind.
Doch was hat das mit Freundlichkeit zu tun?
Als Freundlichkeit bezeichnen wir das anerkennende, respektvolle und wohlwollende Verhalten eines Menschen, aber auch die innere wohlwollende Geneigtheit gegenüber seiner sozialen Umgebung.
Für mich gehört beides untrennbar zusammen. Ich glaube, dass man es im sozialen Kontext wesentlich leichter hat, sein „Ding zu machen“, wenn man eine gute Absicht verfolgt und wertschätzend zu seiner Umgebung ist und bleibt(www.isis-schreibstube.at/freund(lich)sein).
Vielleicht ist es mutig, sich von einer Person zu trennen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Auf das WIE kommt es an. Vielleicht ist es aber mutig, einfach zu bleiben, auszuharren und darauf zu hoffen, dass das Leben es schon richtet?
Ist eine Frau mutig, wenn sie das erste mal, nachdem ihr Mann verstorben ist, an den Urlaubsort zurückkehrt, an dem die beiden glückliche und sorglose Stunden verbrachten? Und das, obwohl sie noch nie alleine geflogen ist?
Oder ist ein Mann, der von seiner Frau verlassen wurde, mutig, wenn er zurückblickt und ihr dennoch sagt, dass sie das beste war, dass ihm jemals passiert ist – obwohl er weiß, dass es kein Zurück gibt?
Keine Angst vor Zurückweisung, Scheitern und Verletzung! Wer mutig und freundlich seinen Weg verfolgt, kommt zu Wachstum und kann eigentlich nur gewinnen, oder?

Mutig ist es auch, NEIN zu sagen. NEIN zu einem Anderen, weil das ein JA zu sich selber ist. Doch bitte freundlich! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, doch ich kann mittlerweile ein NEIN schon ganz gut annehmen, wenn ich merke, dass mein Gegenüber es gut mit mir meint. Und wer denkt, erwachsen zu sein, der wird das aushalten(müssen). Raus aus dem Kindersitz auf den Erwachsenensessel!

Hat Freundlichkeit etwas mit Rechenschaft-ablegen zu tun?
Es macht doch bitte einen Unterschied, ob etwas ohne Erklärung negiert oder abgelehnt wird, oder ob ich das Gegenüber über meine Entscheidung (achtsam) informiere. Täusche ich mich? Auf den Knien rutschen und um Vergebung betteln braucht doch niemand, nur dazwischen sollte es noch etwas geben.  Die Diplomatie!
Ich habe einige gute FreundInnen und Bekannte , die MeisterInnen in dieser Disziplin sind und wofür ich sie bewundere! Eine Entscheidung formulieren sie mehrheitlich so höflich, dass man es gar nicht mitbekommt, dass das Ausgesprochene jetzt eigentlich ein NEIN war.
Und ein paar andere sind ständig am Lernen und Üben! „Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist“. Diejenigen machen mich auch zu einem besseren Menschen, weil sie „die Eier“ dort haben wo sie hingehören! Nämlich in die Hose und unter den Rock. Und Eier gibt es nur dort, wo die Anlagen dafür gegeben sind.

Notiz an mich selbst: Mut und Freundlichkeit sind also nichts für Feiglinge!

Und vielleicht braucht es einfach nur Mut, um freundlich zu sein!

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