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Wintersommer

Kennen sie den kleinen Urlaub? Das ist der Bruder vom großen.

In Österreich früher „Energieferien“ genannt, unterbricht er(der kleine Urlaub) für sieben Tage den Schul- und Kindergartenalltag und somit das tägliche Tätigungsfeld. Das Wort kommt daher, weil man zu jener Zeit die Schulen nicht beheizt hat und die Golfstaaten kein Öl lieferten. Heute nennt sich die kurze Auszeit „Semesterferien“ und läutet die letzte Halbzeit eines Schul- und Kindergartenjahres ein. Inklusive Zeugnisübersicht zwecks Leistungsüberprüfung😐.

Klingt nach wenig nutzbarer Zeit, bringt aber enorm viel, vor allem, wenn man die Möglichkeit hat, den heimatlichen Boden zu verlassen und ferne Gefilde bereisen kann. Und ja, selbst für sieben Tage ist der Einstieg in ein Flugzeug nicht umsonst, denn in vier- bis sechs Stunden ist man der Sonne vermutlich näher als sogar daheim im Sommer! Allein die gesundheitliche Komponente muss beachtet werden. Eine Hochdosis an natürlichem Vitamin D, mitten im Winter, hat noch keinem geschadet, im Gegenteil! Denken sie daran, wenn sie ihr nächstes Reiseziel wählen.

Unser kleiner Urlaub wohnte also in den Vereinigten Arabischen Emiraten, genauer gesagt in der Hauptstadt Abu Dhabi.
Das tolle Hotel in Strandlage, fernab vom umtriebigen persischen Business, enttäuschte uns in keinem einzigen Bereich. Mögliche, doch noch offene Wünsche schafften es nicht mal ins entspannte Bewusstsein, da diese direkt im Keim erstickt wurden.
Egal, ob bei den Hauptmahlzeiten im Restaurant, beim Poolservice in der wunderbar großflächig angelegten Badelandschaft oder beim nutzbaren Zimmerservice, so nach dem Motto: „Sag was du möchtest, wir besorgen es dir!“
Der neun Kilometer lange Naturstrand direkt vor unseren Nasen, lud zum ausgiebigen Flanieren oder einem entschlossenen frühmorgendlichen Powerwalk. Der Angetraute und ich schafften es zwar nicht zu früher Stunde, jedoch täglich nach dem Frühstück, mit festem Fuße über den fast weißen, nicht klebrigen Sand zu trampeln.
Das windige, eher kühle Wetter schreckte uns am Ankunftstag etwas ab, wobei die Hoffnung in eine erstmals mögliche zutreffende Wetterappprognose zuletzt sterben sollte. Und es wurde wie prophezeit: täglich wärmer und windstiller! Besonders tagsüber zeigte der Fixstern seine ganze Kraft und schickte ungetrübten Sonnenschein auf unsere Insel, die von türkis-blauem Meer umspült wurde. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen man wäre optisch in der Karibik oder auf den Malediven.
Die gesamte Hotelanlage war von auffallend penibler Sauberkeit, wobei man während der Aufenthaltszeit kein einziges Heinzelmännchen beim Fegen entdecken konnte. Ich bin der Meinung, dass der Putztrupp sein Geheimnis weiterhin gut bewahren darf!
Doch nicht nur mit einem blitzsauberen Hotel kann das Land aufwarten.
Vermutlich wussten Sie, dass sich hier das (noch) höchste Gebäude der Welt befindet.
Der BURJ KHALIFA ist ein Wolkenkratzer der als Hotel, Büros und fürs wohnen genutzt wird. Er ist 828m hoch, hat 25 Aufzüge und wurde von 2004 bis 2010 erbaut. Wir brauchten für 124 Stockwerke nicht mal EINE MINUTE mit diesem Highspeed-Lift!
Die Aussicht ist natürlich ein Wahnsinn, doch höhenängstlich sollte man besser nicht sein. So manch einer hat schon gedacht, der Burj bewegt sich 🤔.
Das Hinabfahren funktioniert mindestens so schnell wie das Auffahren gen Himmel, und ich empfand es als beruhigend, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Es dauerte ein wenig, bis der Untergrund nicht mehr schaukelte, wie mein geliebtes Boot in Kroatien(www.isis-schreibstube.at/bootstauglich).
Apropos Meer: ein Besuch im beeindruckenden Aquarium in der DUBAI MALL lohnt sich auch, wenn man hier zu Besuch ist. Haie, Rochen, Nemos(Clownfisch), Krokodile, Riesenkrebse, Chamäleons, Spinnen, Pinguine und viele andere Tiere haben hier ihre neue Heimat gefunden und ertragen geduldig die aufgeregten und wissbegierigen Blicke der neugierigen Touris.
Aus den schicken, für Normalsterbliche unleistbaren Nobelstores, die man in der 350.000m2 großen Mall findet, möchte man am liebsten viele kleine und große Präsente für sich und seine Liebsten einpacken. Ein Blick auf den Preis erübrigt jede weitere Diskussion 😣.
Der krönende Abschluss dieses ereignisreichen Tages ist ein Wasserspektakel, die DUBAI FOUNTAINS.
Zu jeder halben und vollen Stunde spritzen Wasserfontänen, in Licht getaucht und durch Musik untermalt, in den Nachthimmel, gefolgt vom Raunen der Zuseher und Applaus zum Ende der Show. Danach sind wir eingehüllt in ein Netz aus Millionen Wasserperlen.
Hätten wir einen Schrittzähler mitgehabt, wäre er vermutlich an seine technischen Grenzen gestoßen, und wir freuen uns auf die Rückkehr in unser Hotel.

Das Leben ist ein Rendezvous mit sich selbst und mit seinen Freunden.
All die wunderbaren Eindrücke wären ja nur halb so wertvoll, wenn wir sie nicht teilen könnten.
Deshalb danke an Julia und Emily, dass sie mit uns diesen Urlaub verbracht haben, ihr wart tolle Reisebegleiterinnen!

Notiz an mich selbst: gebräunte Haut wiegt drei Kilo mehr!
O-Ton Julia: weiße aber auch…😎

Wenn der Berg ruft, musst du gehen!

…oder warum apres Ski auch ohne Ski möglich ist!

Der Kalender versprach ein langes Wochenende über den Feiertag im Dezember! Also raus aus dem Haus und aufi auf’n Berg! Den Hund bitte nicht vergessen!
Nach einigem Sinnieren über den Verweilort einigte man sich auf den schönen Skiort Obertauern. Im Auto EIN Paar Ski. Mehr brauchts nicht für drei Tage, man kann die Umgebung auch per pede erkunden. Und das gemeinsam mit dem Lieblingsvierbeiner.
Das Verwöhnhotel Steiner würde für unser leibliches Wohl als Herberge dienen, denn es kommen ja nur Tierliebhaberquartiere in Frage. Direkt neben der Piste, ein paar Gehminuten vom spaßerfüllten, partyschwangeren Ortskern entfernt.
Nach einer verkehrsreichen Fahrt, erreichen wir unser Urlaubsdomizil und es hält was es versprach.
Mit einem Hauch von altem Schick und überschwenglicher Weihnachtsdekoration vermittelt das familiär geführte Hotel sofort ein behagliches Gefühl und selbst der Grinch kommt hier in Weihnachtsstimmung, versprochen!
Das Zimmer bietet alles, was das Urlaubsherz begehrt und auch das Haustier bezieht sogleich seinen Platz für die nächsten drei Tage.
Die Hotelküche bietet für jedermann etwas, auch der Vegetarier wird hier nicht vergessen. Die Weinbar ist gefüllt mit edlen Tröpfchen und das Personal bleibt einem keine Antwort auf mögliche lukullische Fragen schuldig.
Nachdem wir also das Hotel auf Herz und Nieren geprüft haben, muss auch die Nacht mit ihren Lokalitäten unter die Lupe genommen werden. Wir werden in der Lürzer Alm fündig was Unterhaltung und Stimmung betrifft: eine riesengroße Apres Skibar über mehrere Etagen, der Dj mischt generös, bekannte Hits und die Luft ist gefüllt mit Lachen, Alkohol und Schweiss eines langen Skitages. Doch daran stört sich hier niemand. Alles was zählt ist der Spass, und der ist hier garantiert.

Weiter geht’s ins Mundwerk, ein hippes, cooles Lokal für Junge und Junggebliebene. Die neuesten Mashups wummern aus den Boxen, überall Gelächter und ausgelassenes Stimmengewirr. Hier überlassen wir die Bühne aber lieber den coolen, jungen Leuten und schlendern weiter in den Gruber Stadl wo man zu Stimmungsmusik locker tanzen kann. Zum Glück gehören wir hier nicht zu den Ältesten, das Publikum ist bunt gemischt. Die Schenke erinnert mich an eine Apres Skihütte, nur stehen die Leute ohne Skiausrüstung auf den Boxen.
Generell strahlen die „Skihütten“ mit ihrer hochwertigen, edlen Bauweise und dem modernen Interieur alles andere als Schmuddeligkeit aus. Ich bin überwältigt!
Der Angetraute kennt das ja, weilt er doch bereits das dritte mal hier Vorort. Bis jetzt allerdings immer in einer Herrenrunde. (Ich sehe es als Kompliment dass ich hierher mitfahren „darf“…*duckundweg*)
Lustig ist’s  und gerne würde man den Kurzurlaub um ein- zwei Tage verlängern, doch der Alltag ruft und will nicht warten.

Bevor man allerdings die Heimreise antritt, muss man unbedingt den genialen Fernblick auf Berge, Schnee und sonnendurchflutete Landschaft genießen. Ich vermute es klingt wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Film, doch wenn sich das Bächlein durch die schneebedeckte Winterlandschaft schlängelt, meldet sich die romantische Ader in jedem, das schwöre ich!
Doch die Zeit ist eine Verräterin. Sie läuft still und heimlich vor dir her und plötzlich ist sie verschwunden, also werden Hund, Herr, Ski und Zubehör wieder fein säuberlich ins Gefährt gepackt und fachgerecht verstaut. Bei einem Unfall soll man zumindest nicht auch noch von nach vorn fliegendem Gepäck erschlagen werden.

Ein absolut empfehlenswerter Ort für einen Kurz- oder Longtrip in Gesellschaft mit der(m)Liebsten oder in gleichgeschlechtlicher Freund Innenrunde, denn hier ist Spaß garantiert und keiner bleibt lange allein.

Die einzige Frage die sich künftig stellt ist: to Ski or to Apres-ski??

Vienna calling

Ich weiss ich wiederhole mich, aber von Zeit zu Zeit sollte man tatsächlich sein Hamsterrad verlassen,und in die große Stadt fahren. Damit meine ich zu deutsch: Wien, französisch: Vienne, englisch:Vienna, niederländisch: Wenen oder einfach auf wienerisch: Wean!
Auch wenn uns diese Stadt sehr nahe ist, ist sie eine Reise wert und in sich eine Sehenswürdigkeit. Nicht ohne Grund gehören das historische Zentrum und das Schloss Schönbrunn zum UNESCO WELTKULTURERBE!

Doch nicht nur mit bedeutungsschweren Gebäuden kann die österreichische Bundeshauptstadt auftrumpfen, mir persönlich hat es ihr Flair und ihr Charisma angetan und ich gebe zu, das spüre ich am besten in ihrem Inneren Kern.

Ein Freund ist bekanntlich jemand der dich gut kennt und dich trotzdem mag. Eine lieb gewonnene Freundin kennt mich also und überraschte mich zu meinem Geburtstag mit einem Wien-Tag nach meinem Geschmack: ohne Plan und Zeitdruck in die City und dorthin gehen, wo es fein und gemütlich ist.
Frau trifft sich also zum Stelldichein für die big City Beats und folgt dem vorweihnachtlichen Ruf. In erster Linie werden die christlichen Umschlagplätze, auch Adventmarkt genannt, und die Weihnachtsbeleuchtung angestrebt. Sie brauchen auch nicht lange zu suchen, denn bereits am letzten Wochenende im November erstrahlt die Stadt in bunten Leuchtkörpern.

Der erste Weg führt uns also in die Wiener Innenstadt. Der Stephansdom wacht über seiner Metropole und deren Bewohner und schaut sehr eindrucksvoll auf uns herab. Doch unser Ziel ist nicht sein Innenleben mit den Katakomben, sondern uns dürstet nach Sehen und Gesehen-werden und: Hand aufs Herz, auch ein wenig nach einer traditionellen Wiener Melange und einem guten Glas Prosecco! Wo könnte man beides nicht besser konsumieren, als im Einkaufszentrum Nr 1, dem Steffl mit seiner exklusiven Sky Bar im obersten Geschoss. Ein Platz findet sich mithilfe des netten Garcon sofort und unsere lukullischen Wünsche werden prompt erfüllt.
Die Stunden vergehen wie im Flug und auch der Geist aus der Flasche zeigt erste, kleine Auswirkungen. Gefährlich, wenn’s wo zu gemütlich wird!
„Zum Glück“ hat meine liebe Gefährtin einen Mittagstisch reserviert, sodass wir unseren „Himmelsplatz“ verlassen,  und weiterziehen müssen.
Unsere beinah Tischpartnerin ist eine bekannte Politikerin, die sich ebenso den italienischen Köstlichkeiten der Stadt hingibt, wie wir.
Gestärkt geht es auf unserer „anstrengenden“ Wientour weiter und sie führt uns zurück in den „inner circle“, nämlich vor die einladenden, liebevoll weihnachtlich gestalteten Schaufenster der edlen Warenhäuser, deren Namen man meist nur vom Hörensagen kennt. Doch heute soll sich das ändern und wir treten hinter das Schaufenster. Mit einem Glas Champagner in der Hand schlendern wir unserer Wege und bestaunen die Luxuxartikel rundherum.
Doch irgendwann ist es an der Zeit, die Traumwelt zu verlassen und zurück in die Realität zu kehren. Gott sei dank ist unsere nicht traurig und dementsprechend finden wir auch leicht in diese zurück.
Die Wirkung des edlen Tropfen tut ihr übriges und schnurstracks wird eine freistehende, unbewachte Fotobox angesteuert und überwältigt. Um vier Euro kann man acht lustig-  schaurige Fotos machen. Als Beweis für einen pfiffigen Tag!
Der eine und andere Weihnachtsmarkt wurde dann auch noch begangen und so manches adventliche Mitbringsel fand Platz in unseren Taschen und in den Herzen der Beschenkten. Unseren Tagesausflug beschließen  wir in einem kultigen Wiener Kaffeehaus, in dem wir unsere Tageseindrücke  verarbeiten und über die Magie der Stadt sinnieren.

Natürlich hätte ich jetzt über all die wichtigen Denkmäler und die bedeutenden Menschen, die in Wien leben und gelebt haben, schreiben können. Nur gibt es diese Art der Reiseführer schon zur Genüge und würde zu den Dingen zählen, die die Welt nicht mehr braucht.
Dieser Wienbesuch ist meine ganz persönliche und bevorzugte Art, durch unsere Bundeshauptstadt zu reisen. Unaufgeregt, entspannt und terminlos.
Ich finde, nicht ohne Grund hat unser erfolgreichster Musikexport, Falco, diese mondäne Stadt in seinen Liedern besungen.

Wien ist anders. Manchmal einschüchternd und anmutend gefährlich, jedoch auch bezaubernd und verträumt. Mit Sicherheit interessant und immer wieder einen Besuch wert. Probieren sie diesen kleinen Urlaub aus!

Küss die Hand die Damen, guten Abend die Herren!
Griaß eich die Madln, servas die Buam!

Freundalwirt´schaft!

EIN FREUND, EIN GUTER FREUND. DAS IST DAS BESTE, DAS ES GIBT AUF DER WELT. EIN FREUND, BLEIBT IMMER FREUND, UND WENN DIE GANZE WELT ZUSAMMENFÄLLT. DRUM SEI AUCH NICHT BETRÜBT WENN DEIN SCHATZ DICH NICHT MEHR LIEBT. EIN FREUND, EIN GUTER FREUND, DAS IST DER GRÖSSTE SCHATZ DEN’S GIBT.“

Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“
So steht es auf Wikipädia.

Haben Sie sich schon mal über ihre Freundschaften Gedanken gemacht? Welche Qualität sie haben. Über wie viele „echte“ Freundschaften Sie verfügen. Da grübelt man manchmal darüber, warum man denn keine „echten“ Freunde hat und vergisst darüber hinaus, sich selbst die Frage zu stellen, ob man denn selber einer ist.  FREUNDSEIN ist nämlich gar nicht (immer) so einfach..

Es geht beim Freund-sein nicht nur um die angenehmen Seiten, sondern, genau wie in einer Partnerschaft, um Begleitung auch durch schwierige Phasen. Wohl eine der schlimmsten Teilstrecken einer Freundschaft ist der Verlust eines Partners oder nahen Angehörigen von einem  der beiden Freunde/Innen.
Da mit durch zu gehen bedarf viel Einfühlungsvermögen, selbstloses Zeit- und Anteil-nehmen und Durchhaltevermögen. Es muss selbstverständlich sein, für eine ungewisse Zeit sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und ganz für den Freund(In) da zu sein. Und nein, dafür gibt es kein Zeitlimit, denn Trauer hat kein Ablaufdatum und dieser Tatsache muss man ins verweinte, rote Auge blicken. Wenn der schlimmste Schmerz vorüber ist, kann es wieder um andere Themen gehen und auch wenn die Zeit eine andere ist, kann sie dennoch wieder lustig sein.

Zum Glück sind das vermutlich Ausnahmeperioden in einer Freundschaft und der Großteil der Zeit sollte mit Leichtigkeit, Spaß, Freude und Ausgelassenheit gefüllt sein. Wenn sich die Beziehung zum Freund(In) schwierig und zäh anfühlt und Sie spüren, dass sich nichts bewegt, dann sollten Sie die Beziehung überprüfen.
Im Laufe eines Lebens verändern sich unsere Freundschaften ziemlich massiv. Als junger Mensch kann man gar nicht genug Freunde haben, doch mit der Zeit werden die Freundschaften weniger, bis zum 40. Lebensjahr reduziert sich die Zahl auf circa 13! Danach reduziert sie sich nochmal und bis zum „letzten Schlaf“ bleiben oft nur zwei bis drei Freunde übrig.
„Freunde sind wie Schuhe. Zuerst kann man gar nicht genug davon haben, später stellt man fest, dass es immer die gleichen sind, mit denen man sich wohl fühlt.“
Interessanterweise ändert sich oft auch die Einstellung zu einer freundschaftlichen Beziehung. Da denkt man jahrelang, dass man seinen besten Freund(In) gefunden hat und dann, nachdem dich die Zeit verändert hat, merkst Du, dass es ganz andere Freundschaften sind, die dich erfüllen und du dort findest was du gesucht hast.

Angeblich ist eine wesentliche Voraussetzung für die freundschaftliche Eintracht derselbe oder zumindest ein ähnlicher Beruf, ähnliche Weltanschauungen und Moralvorstellungen.
Können Sie das bestätigen?
Natürlich kann Freundschaft mit ganz unterschiedlichen Berufen und Einstellungen funktionieren, vielleicht ist es nur etwas schwieriger…und ich bin der festen Überzeugung, dass Freundschaft, und generell jede gute Art der Beziehung zwischen zwei Menschen, auch  von der (emotionalen) Intelligenz des Gegenüber abhängig ist. Ob derjenige deine guten Absichten er- und anerkennt! Das macht vieles leichter und neutralisiert so manchen schwelenden Konflikt! Und seien wir doch ehrlich: an jedem findet man etwas zu kritisieren, zu korrigieren, zu verbessern. Doch kaum beginnt man mit dem „weltverbessern“ und moralisieren, müsste man bereit sein, entgegenkommende Kritik auch anzunehmen. Bevor man den anderen „anpatzt“, sollte man schauen ob man selber nicht auch dreckig ist:-) Was bliebe von uns dann übrig? Dass man kein Freund mehr ist? Wer hat was davon?

Obwohl: es gibt natürlich Vorkommnisse, über die man auch nicht mehr reden kann. Wo Verletzungen so tief sitzen, dass sie unüberbrückbar sind. Und die Hand zum Frieden reichen kann leider nicht jeder, denn wenn sie gereicht wird, wird sie häufig viel zu früh zurück genommen. Nämlich dann, wenn das Gegenüber nicht gleich freudestrahlend „givefive“ übrig hat. Wir sollten alle viel mehr Geduld mit unseren lieben Mitmenschen haben. Die wenigsten sind an schadhaftem Verhalten uns gegenüber interessiert. In Wahrheit will jeder nur seinen persönlichen Stress vermeiden und (sein) Wohlbefinden erzeugen. Leider manchmal auf Kosten eines lieben Menschen! Ich höre nicht auf, daran zu glauben, dass jedes wertschätzende und achtsame Gespräch besser ist als das Messer im Rücken! Nennen Sie  mich ruhig naiv, doch ich bin ein endloser Optimist, und das soll sich nicht ändern!

Folgender Satz ist womöglich für den Einen oder Anderen befremdlich, doch ICH halte viel von ihm, vor allem weil er von einer, mir sehr wichtigen Person stammt: “ Egal, in welche Freundschaftssparbüchse du einzahlst, von irgendwoher bekommst du alles zurück. Es muss allerdings nicht dieselbe Box sein in die du eingezahlt hast.“
Lange Zeit habe ich den Satz nicht verstanden. Heute, nachdem mir das Leben den Satz verständlich gemacht hat, weiß ich, dass es wirklich so ist.
Eventuell denken Sie jetzt, dass es ziemlich anstößig ist, über Freundschaft so „berechnend“ zu sprechen, doch „rechnen zu können“ ist doch nicht schlecht…und Beziehungen leben nun mal vom Geben und Nehmen. Und wenn Sie nicht von Zeit zu Zeit bilanzieren, verstehen Sie womöglich nicht, warum Sie sich manchmal leer fühlen.
Keine Angst vor dem Ergebnis, im Endeffekt können Sie nur gewinnen und der Vorteil ist, dass wir uns unsere Freunde immer noch aussuchen können.

Die höchste Form der Freundschaft ist wohl die Ehe! Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die ihren besten Freund geheiratet haben, dann haben Sie ein Extrastück der Lebenstorte bekommen. Glückwunsch!

Wenn wir von Freundschaft sprechen, haben die meisten gleichgeschlechtliche Verbindungen vor Augen. Kann eine gegengeschlechtliche Freundschaft überhaupt funktionieren? Ich weiß nicht recht…irgendwann kommt vielleicht eine Situation, in der man sich entscheiden muss. Jedoch kenne ich sehr wohl Bündnisse die auf dieser Ebene funktionieren!

Egal, welchem Geschlecht Sie angehören und wer derjenige ist, der sich Ihr Freund nennen darf, Hauptsache Sie verstehen sich blind, können Unausgesprochenes erahnen, unvollständige Sätze beenden, über dieselben Witze lachen und einfach eine gute Zeit zusammen verbringen! Mit einem Freund an der Seite ist keine Last zu schwer.

Und im Endeffekt ist es nicht wichtig, wohin wir gehen, was wir machen oder was wir haben. Es ist nur wichtig, wer an unserer Seite ist.

Das Cinderella-Syndrom 2.0

…oder über die Notwendigkeit, „Eier“ zu haben

Kennen Sie das Märchen „Cinderella“?

Der letzte Rat ihrer (Cinderellas) Mutter war: „Sei mutig und freundlich“.
Seit ich den Film gesehen habe, hat es dieser Rat in mein Gedächtnis und daraufhin in meinen aktiven Wortschatz geschafft.
Der Satz fasziniert mich jedes mal aufs Neue, wenn ich über ihn nachdenke. Doch ich bin mir sicher, dass ihn jeder anders versteht, definiert und leben wird.

Was bedeutet es, mutig zu sein?
Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist,  etwas zu wagen, das heißt, sich beispielsweise in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben.
Dass man etwas wagt, was man vorher noch nie gewagt hat, seine Angst überwindet, über sich hinauswächst, dass man riskiert zu scheitern und es trotzdem macht.
Mutig sein heißt auch, neugierig zu sein und zu bleiben und Fortschritte zu machen und allein Entscheidungen zu treffen, und die Konsequenzen zu tragen, auch wenn sie unangenehm sind.
Doch was hat das mit Freundlichkeit zu tun?
Als Freundlichkeit bezeichnen wir das anerkennende, respektvolle und wohlwollende Verhalten eines Menschen, aber auch die innere wohlwollende Geneigtheit gegenüber seiner sozialen Umgebung.
Für mich gehört beides untrennbar zusammen. Ich glaube, dass man es im sozialen Kontext wesentlich leichter hat, sein „Ding zu machen“, wenn man eine gute Absicht verfolgt und wertschätzend zu seiner Umgebung ist und bleibt(www.isis-schreibstube.at/freund(lich)sein).
Vielleicht ist es mutig, sich von einer Person zu trennen, ohne zu wissen, was einen erwartet. Auf das WIE kommt es an. Vielleicht ist es aber mutig, einfach zu bleiben, auszuharren und darauf zu hoffen, dass das Leben es schon richtet?
Ist eine Frau mutig, wenn sie das erste mal, nachdem ihr Mann verstorben ist, an den Urlaubsort zurückkehrt, an dem die beiden glückliche und sorglose Stunden verbrachten? Und das, obwohl sie noch nie alleine geflogen ist?
Oder ist ein Mann, der von seiner Frau verlassen wurde, mutig, wenn er zurückblickt und ihr dennoch sagt, dass sie das beste war, dass ihm jemals passiert ist – obwohl er weiß, dass es kein Zurück gibt?
Keine Angst vor Zurückweisung, Scheitern und Verletzung! Wer mutig und freundlich seinen Weg verfolgt, kommt zu Wachstum und kann eigentlich nur gewinnen, oder?

Mutig ist es auch, NEIN zu sagen. NEIN zu einem Anderen, weil das ein JA zu sich selber ist. Doch bitte freundlich! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, doch ich kann mittlerweile ein NEIN schon ganz gut annehmen, wenn ich merke, dass mein Gegenüber es gut mit mir meint. Und wer denkt, erwachsen zu sein, der wird das aushalten(müssen). Raus aus dem Kindersitz auf den Erwachsenensessel!

Hat Freundlichkeit etwas mit Rechenschaft-ablegen zu tun?
Es macht doch bitte einen Unterschied, ob etwas ohne Erklärung negiert oder abgelehnt wird, oder ob ich das Gegenüber über meine Entscheidung (achtsam) informiere. Täusche ich mich? Auf den Knien rutschen und um Vergebung betteln braucht doch niemand, nur dazwischen sollte es noch etwas geben.  Die Diplomatie!
Ich habe einige gute FreundInnen und Bekannte , die MeisterInnen in dieser Disziplin sind und wofür ich sie bewundere! Eine Entscheidung formulieren sie mehrheitlich so höflich, dass man es gar nicht mitbekommt, dass das Ausgesprochene jetzt eigentlich ein NEIN war.
Und ein paar andere sind ständig am Lernen und Üben! „Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist“. Diejenigen machen mich auch zu einem besseren Menschen, weil sie „die Eier“ dort haben wo sie hingehören! Nämlich in die Hose und unter den Rock. Und Eier gibt es nur dort, wo die Anlagen dafür gegeben sind.

Notiz an mich selbst: Mut und Freundlichkeit sind also nichts für Feiglinge!

Und vielleicht braucht es einfach nur Mut, um freundlich zu sein!

Strahlen

Diese Ausstrahlung –
dieses Lächeln –
diese Intelligenz –
dieses hübsche Gesicht –
diese wunderschönen Augen!

Aber genug von mir! Reden wir über das Leben🤣!

Haben Sie sich schon mal Gedanken über Ihre Ausstrahlung gemacht? Wie Sie auf andere wirken? Ob das Eigenbild mit dem Fremdbild übereinstimmt?
Ob man Ihnen Ihre Nervosität ansieht, wenn Sie durch einen Raum voller Menschen müssen, weil sie aufs Klo gehen?
Oder gehören Sie zu den Glücklichen, die nicht mal einen Anflug von Unsicherheit dabei verspüren?
Ertappen Sie sich dabei, dass Sie häufig mit einem Lächeln durch die Welt gehen? Oder müssen Sie bewusst Ihre Gesichtszüge entspannen(www.isis-schreibstube.at/freund(lich)sein)?
Haben Sie auf Fotos oft Ihre Arme vor der Brust verschränkt?
Bekommen Sie von fremden Menschen Komplimente?
Die Antworten auf diese Fragen könnten ein Hinweis auf ihre Wirkung auf die Welt sein.
Ein Gespräch über Ausstrahlung, Wirkungsweise und Reaktion auf die Mitmenschen ergab den weiteren Gedankenbogen zum Thema AURA. Was ist das? Und was ist der Unterschied zur Ausstrahlung? Oder gibt es gar keinen?

Das Wort AURA bezeichnet den Energiekörper, der jeden Menschen umgibt und setzt sich aus unserem physischen(körperlichen) und geistigen Körper zusammen. Das Wort kommt aus dem Griechischen AVRA und bedeutet: BRISE.
Nun, ich wage zu behaupten, dass die Aura nur von wenigen bewusst wahr genommen, geschweige denn „gesehen“ wird. Dennoch gibt es diejenigen, die behaupten, es zu können. Mehr noch, sie sehen die Auren in Farben. Die aurische Farbpalette reicht von weiss bis grau, dazwischen sind sämtliche Farben vertreten und jede Farbe verrät etwas anderes über die Eigenschaften ihrer TrägerIn.
Ich gebe ehrlich zu, ich hatte meine Zweifel.

Als sich jedoch eine nahestehende Begleiterin als „Sehende“ outete und tatsächlich viel passendes über gemeinsame BekanntInnen sagte, überdachte ich meine Zweifel und gab dem Unfassbaren zumindest eine Chance. Ganz ehrlich, wie vermessen kann man sein und etwas, das man nur nicht sehen und begreifen kann, einfach ablehnen? Es macht einen doch nicht schlechter oder dümmer, sondern größer und mutiger sich auf etwas einzulassen, was man nicht in Worte fassen kann.
Angetriggert von dem Thema kam ich drauf, dass es sogar Männer gibt, die behaupten die Aura eines Menschen sehen zu können. Auf Nachfrage, ob diese vielleicht mit der Ausstrahlung oder dem Charisma verwechselt würde, wurde mir klar gemacht, dass es sich dabei um „mehr“ handelt. Nur fehlten die Worte für eine Erklärung. Manchmal braucht es eh keine Worte und es ist besser zu schweigen um die Wirkung zu entfalten…die Stille kann uns auf alles eine Antwort geben!
Was macht einen Menschen charismatisch? Warum haben manche „das gewisse Etwas“, den „Wow-Effekt“ und können uns verzaubern obwohl sie gar nicht besonders „schön“ sind? Ein beruhigender Gedanke machte sich breit…man muss nicht unglaublich hübsch sein, um andere zu begeistern 🙂

Christliche Theologen beschrieben Charisma „als vom Heiligen Geist beseelte Menschen“. Sie fesseln durch Außergewöhnlichkeit, regelfremde Ideen und sind von anderen nicht abhängig. Charisma macht populär! Sie sind allerdings NICHT Super(wo)man!

Was Charisma, Ausstrahlung und Aura sind, bleibt ein Geheimnis!

Dass man jemand „gut“ findet oder nicht, einem das Gegenüber sympathisch ist oder eben nicht, das kann jeder von uns spüren, und ob einem der Mitmensch ein gutes Gefühl vermittelt und einen selbst vielleicht auch zu einem besseren Individuum macht, darauf kommt es an.

Und auch, wenn man das alles nicht erklären kann: wenn man es sieht, dann fühlt man es!

Notiz an dich: Lass dir dein (Aus)Strahlen nicht nehmen, nur weil sich andere dadurch vielleicht  geblendet fühlen!

Wo die Nachtigall schläft

..oder warum es sich lohnt, nach Hamburg zu reisen.

Ich kenne Hamburg vom Hörensagen. Ich weiss, dass es die Reeperbahn gibt. Habe von St. Pauli gehört und liebe Fischbrötchen. Ich kenne auch den König der Löwen. Zumindest als Zeichentrickfilm.
Doch es war mir nicht bewusst, dass man all das auf einmal, und  ganz einfach konsumieren und einen Städtetrip so genießen kann.
Es ist nämlich so, dass ich zwar schon häufig den Urlaubsort gewechselt habe und viele verschiedene Länder bereisen durfte (www.isis-schreibstube/bootstauglich.at), aber ich habe erst eine Städtereise gemacht, und die führte mich, dreimal raten, NICHT nach Hamburg.
Nun, die Idee, die Hansestadt zu besuchen entstand eigentlich bei einem Musicalbesuch. Und den König unter den Musicals schaut man sich eben in der Fischstadt an.
Gesagt, getan, nach einem angenehm kurzen Flug von einer Stunde und fünfzehn Minuten landet man völlig entspannt am Flughafen Hamburg. Ein Taxi ist schnell gefunden und das auffällige daran ist, dass sämtliche PKW cremefarben und recht luxuriös ausgestattet sind. Und selbst, wenn das Vehikel äußerlich eher klein erscheint, darf man sich nicht täuschen lassen, über wieviel Größe und Stauraum es innen verfügt. „Außen zwar nicht Pfui, aber innen auf jeden Fall Hui!“
Was noch auffälliger auf Hamburgs Strassen ist, sind die unzählbaren Fahrräder inklusive Betreter! Und die Strassen sind für die gesunde Fortbewegungsart sehr vorbildlich ausgebaut. Dennoch muss man sich oft in Acht nehmen, weil sich die Pedalritter von hinten fast geräuschlos nähern und der Großstadtlärm sämtliche Radlärmquellen übertönt.

Als überaus angenehme und informative Wissensvermittlungsquelle hat sich einerseits der Hopp-Off-Bus offenbart. Dieser dreht seine Stadtrunden anheimelnd, friedlich und bequem immer wieder durch die City und bietet unzählige Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Im Bus findet sich ein Reiseführer, der über die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten berichtet, und in perfektem Zusammenspiel mit dem Chauffeur die Neugierde seiner Insassen befriedigt. Allein die Villengegend im besten Stadtteil von Hamburg, die Blankenese, ist eine Besichtigung wert. Namhafte Stars und erfolgreiche Geschäftsleute haben hier eine Adresse, gewohnt wird allerdings häufig woanders. Die sichtbar leerstehenden, unbeleuchteten und  durchwegs weißen Häuser beweisen dies. Einzig die Gärtner sind die guten Seelen, die dafür sorgen, dass die wunderschönen Gebäude nicht hinter blickdichtem Buschwerk verschwinden.
Neben dem Bus ist es andererseits ein Muss, eine Bootsrundfahrt auf der Elbe und auf der Alster zu machen. Auch auf diesem Wege erstreckt sich die Stadt in all ihrer Schönheit und Pracht. Gesehen haben sollte man die Speicherstadt, den weltweit größten Lagerhauskomplex, die kleinen Kanäle die sich durch Hamburg schlängeln und die neu gebaute Elbphilharmonie, ein riesiges Konzerthaus und neues Denkmal der Stadt. Hamburg hat über zweitausend Brücken, mehr als Venedig.
Und wenn man auf dem Wasser so gemächlich dahin schippert, sollte man sich ein Craft Beer von Astra, Hosten oder Duckstein und ein Fischbrötchen gönnen. Optisch wie lukullisch ein Hochgenuss und beides zusammen genossen, ein wahrer Stimmungsaufheller der natürlichen Art. Da macht es gar nichts, wenn die Sonne nicht scheint, die Besichtigungstour lässt dennoch das Herz erwärmen! Eine kleine Anmerkung am Rande: ich weiss jetzt, dass es in der Elbe Robben gibt.
So füllt man die Tage in Hamburg mit unvergesslichen Momenten, doch auch die Nächte können wahrhaftige Optic Places zum Vorschein bringen.
Dass die Reeperbahn in St. Pauli im Grunde auch eine Sehenswürdigkeit ist, steht außer Frage. Sie ist zwar tagsüber genauso hässlich wie nachts, dennoch hat sie eine übermächtige Anziehungskraft auf Nachtschwärmer, Touristen und gefallene Engel, die Nacht für Nacht und Tag für Tag in den Sündenpfuhl zurück kehren.
Ein wenig Abstand von der Rotlichtmeile bekommt man im „Pulverfass„, ein Cabaret der etwas anderen Art, die man einmal gesehen haben kann, wenn man Lust „auf was anderes“ hat. Es lohnt sich!
Einer, der vermutlich schon des öfteren in seinem Leben auf der Reeperbahn zu Gast war, und zum Urgestein Hamburgs zählt, ist die „Nachtigall„, wie er sich selber nennt, Udo Lindenberg. Er lebt seit Jahren im Hotel Kempinsky Atlantic zur Miete und man trifft ihn häufig an der hoteleigenen Bar zu fortgeschrittener Stunde im Raucherzimmer, weil er dort seine nächtlichen Kreise zieht. Auch DAS haben wir erlebt und auch ER  ist ein Optic Place, glauben Sie mir.
Das gesamte Hotel ist mit Herrn Lindenbergs Karikaturbildern mit passenden Untertiteln bestückt und man kann sie käuflich erwerben. Sie sind sogar leistbar!

Doch die Krönung der Hamburgreise ist das Musical der Musicals, der „König der Löwen„! Schon die Anreise ist ein Highlight für sich, sie offenbart sich nämlich als Schifffahrt, weil die Bühne auf einer eigenen Insel steht.
Und wenn man dann noch das Riesenglück hat, erste Reihe fußfrei sitzen zu können, dann ist der Abend perfekt. Man hat den kompletten Ausblick auf jedes fein hergestellte und ausgeklügelte Kostüm. Die menschlichen und tierischen Verkleidungen und die Kulisse können die Besucher in einen wahren Begeisterungstaumel versetzen, wenn diese ihr inneres Kind an der Hand nehmen und sich auf die zweieinhalbstündige Reise ins Zauberland einlassen. Und auch wenn dieses Musical bereits seit zwei Jahrzehnten fast täglich ausverkauft ist, hat man das Gefühl, dass die Aufführung genau heute, genau für einen selbst, gespielt wird.

Jeder, der die Möglichkeit hat, nach Hamburg zu fahren, sollte dies tun, denn Hamburg ist eine Perle!
Und bevor man eine Therapie beginnt, sollte man nach Hamburg fahren. Ein Wochenende reicht aus, um sich einen guten Überblick zu verschaffen und einen Eindruck zu bekommen!

Und wie heisst es so schön?
TSCHÜSS IN HAMBURG!

 

Ich danke meinen tollen Reiseführern und Begleitern für dieses unvergessliche Wochenende!

Erfüllt

Was ist Erfüllung?  Was bedeutet das?  Ist es, alles zu bekommen, was man sich wünscht?

Auf der Suche nach Antworten stieß ich auf verschiedenste Bedeutungen dieses großen Wortes.

Von einem eher oberflächlichen ’sich selbst oder einem anderen einen Wunsch erfüllen‘ bis hin zu tiefer, befriedigender ER– und AUSfüllender Lebensweise zählt ja eigentlich alles dazu. Selbst in der Logik kann das Wort gefunden werden, nämlich in der „Lösung einer gegebenen Satzfunktion (Variable)„-> was das auch immer zu bedeuten hat. In der Rechtswissenschaft bedeutet ERFÜLLUNG das ‚Erlöschen eines Schuldverhältnisses„. Umgangssprachlich lässt sich ERFÜLLUNG als BEFRIEDIGUNG im Hinblick eines begehrten Ziels definieren. Auch im negativen Sinne, bei Eintritt einer befürchteten, schlimmen Situation. Self-fullfilling-prophecy nennt man dieses Phänomen! Also sollten wir vorsichtig sein mit dem was wir uns wünschen oder vor dem wir uns fürchten! Zu tode gefürchtet ist auch gestorben! Das Leben ist sich selbst erfüllend und beschenkt uns mit dem was wir uns wünschen! Leider manchmal falsch verpackt oder in anderer Ausführung und dann gefällt uns das Geschenk nicht. Umtausch jedoch ausgeschlossen!

Was ist es also, was uns erfüllt und ausfüllt?
Zu Beginn unseres Lebens ist es wohl die Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Luft, Nahrung, Schutz, Sicherheit, Pflege und Zuwendung ( siehe Bedürfnispyramide nach Maslow). Je älter wir werden, desto komplexer werden unsere Bedürfnisse. Es gesellen sich Wünsche nach Anerkennung, Selbstverwirklichung, Bestätigung und Liebe im Wechselspiel dazu.
Viele Frauen (und wahrscheinlich auch Männer) sehen in einem erfüllten Leben die Gründung einer Familie, inklusive Fortpflanzung! Doch für andere bedeutet es das gar nicht!
Ist allein die Liebe(zu anderen Menschen) erfüllend? Oder brauchen wir auch eine befriedigende außerhäusliche (es sei denn man hat ein Homeoffice ) Tätigkeit zu einem erfüllten Leben? Vielleicht reicht es, die Erfüllung nur in einem Bereich zu erlangen? Die anderen unbefriedigenden Zustände lassen sich dadurch trotzdem aushalten. Beispiel: Sie haben eine wunderbare, befriedigende Partnerschaft(www.isis-schreibstube.at/beziehungsweise), doch sie sind nicht sicher, ob sie ihr beruflicher Tätigkeitsbereich wirklich ausfüllt. Genauso kann es doch auch umgekehrt sein: Sie leben in einer privaten Situation, die sie nicht aus- oder erfüllt, doch finden im beruflichen Ressort DIE Anerkennung und Wertschätzung, die ihnen zuhause fehlt. Ist diese Erfüllung bezahlbar? Macht hochdotiertes Gehalt glücklich? Vielleicht beruhigt es, doch es gibt Unmengen an wohlhabender Menschen, die dennoch unzufrieden und unerfüllt sind.
Beides(privates und berufliches) sind Bereiche, die man sicher nicht vorschnell und übereilt ändern wird, wenn einem eine nichterfüllunde Wirkung bewusst wird. Erst wenn der Leidensdruck zu groß wird, ändert der Mensch etwas an seinem Zustand!
Gott sei Dank finden wir nicht nur in der Liebe und im Beruf Erfüllung. Für manche Menschen bedeutet Erfüllung, wenn sie sich sozial engagieren (Ich erinnere an meinen Artikel „Beziehungsweise“, in dem ich schreibe, dass „anderen helfen“ langfristig zufrieden macht). Vielleicht bedeutet Erfüllung tugendhaft zu leben, ein guter Mensch zu sein?
Wieder andere finden ihre Erfüllung in der Spiritualität oder im Glauben, in der Auseinandersetzung mit dem „Unfassbaren“. Wenn dies vielleicht für einige unverständlich ist, das eigene Wohlbefinden ist das, was zählt und sowieso unverhandelbar!

Im Grunde ist Erfüllung ein sehr persönlicher und subjektiv wahrgenommener Zustand und eigentlich nicht erklär- und teilbar. Und manchmal ändert sich das im Laufe eines Lebens. Das, was einmal geliebt wurde, muss nicht für immer geliebt werden. Das, was man einmal als befriedigend erlebt hat, kann plötzlich eine Leere entstehen lassen und was einmal Spaß gemacht hat, kann jetzt nur noch als Belastung empfunden werden. Menschen ändern sich und Zeiten ändern DICH!

Erfüllung ist das „Finden von Sinn in seinem Leben„. Das, was zufrieden macht, erfüllt  auch! Und was das im einzelnen ist, ist Jedermanns und Jederfraus Angehen und von Erklärung ausgeschlossen!
Wenn es sich nicht gut anfühlt, dann kann es weg, denn wir haben ein Happy End verdient!

Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche und manchmal ist es großes Glück, NICHT zu bekommen was man sich gewünscht hat.

 

Rollentausch

 

Wir sind Scheinwerfer, die in der Dunkelheit strahlen können!
Wir sind Raketen, die zu den Sternen fliegen können.
Wir sind Milliarden von wunderschönen Herzen in der Welt, die andere begeistern können.“

Dieser Text entspringt dem neuen Song der amerikanischen Sängerin PINK! Sehr aussagekräftig finde ich!

Wir Menschen wissen im Grunde um unsere Kräfte und Fähigkeiten, und trotzdem verlassen sie uns manchmal. Immer nur stark zu sein kann ganz schön anstrengend sein. Ständig die Fassade aufrecht zu erhalten, ist schwierig und auf Dauer nicht möglich. Die Rolle, die man irgendwann für das Außen eingenommen hat, ist ausgespielt und schreit nach einer neuen Besetzung!
Da wir selbst Regie in unserem Leben führen, ist die Neubesetzung fast nicht möglich, wenn nicht gar UNmöglich! Außerdem gibt es niemanden, der unsere Rolle besser spielen könnte, als wir selbst!

Was ist, wenn das Leben KEINE Rolle mehr spielt? Darf man seine Rolle abgeben und unbesetzt lassen? Eine sehr persönliche und heikle Frage, ich weiss! Dennoch sollten wir sie uns mal stellen.
Die Antwort darauf darf sich jede(r) selber geben und wenn Sie diese nicht als „Kommentar“ unter diesen Artikel schreiben, bleibt sie (die Antwort) nur in ihrem Kopf.
Dort ist sie sicher verwahrt, vor Angriffen geschützt, eingebettet in Moral, Werten und Glaubenssätzen. Ist völlig in Ordnung. Man muss nicht immer seine Meinung kundtun, andere vom Gegenteil überzeugen oder seine Luft ablassen.
Was allerdings wichtig bei der Antwortfindung ist, ist die Tatsache, dass man im Grunde nicht urteilen kann und darf. Es gibt Situationen im Leben eines Menschen, die ein anderer nicht kennt. Weil er noch nie dort(in der Situation) gewesen ist.
Ein indianisches Sprichwort sagt: “ Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.“
Ganz ehrlich: wie schnell bildet man sich über Menschen und deren Handlungen eine Meinung? Wie schnell urteilt man? Spielt den Richter obwohl man keine Ahnung vom Stück und Schauplatz hat?
Und hierbei geht es nicht um das harmlosere „Moral überprüfen“, sondern um gefährliches Aburteilen. Ist sicher nicht einfach, den Unterschied zu erkennen und danach zu leben. Wir sollten es dennoch probieren und nicht vorschnell Menschen durch den „moralischen Rost“ fallen lassen.

Wenn jemand entscheidet, die Rolle seines Lebens abzutreten, den Film umzuschreiben und den Schauplatz zu ändern, dann müssen die Zuseher damit zurecht kommen!
Und nein, ich finde es nicht feige, sich eine neue Rolle zu suchen, sondern mutig, das Stück neu zu schreiben! Vielleicht hat nur das Publikum Angst vor einer neuen Besetzung?

Bei der Vergabe der Lebensrollen haben wir nicht immer das große Mitspracherecht. Wir müssen hineinwachsen, denn das Leben ist KEINE Generalprobe!

Und manchmal muss man vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben!

 

Beziehungsweise

        Was glauben Sie, macht einen Menschen langfristig glücklich?

Man hat herausgefunden dass es zwei Dinge sind:
1. Etwas zu erschaffen
2. Jemandem zu helfen

Was, das ist alles? Wo bleibt die romantische Liebe? Ist SIE nicht der absolute, unumstrittene Glücklichmacher der Welt?

Wir kommen auf die Welt und ab diesem Moment beginnt die Suche nach der ‚großen Liebe‘.
Zuerst wird diese von der Mutter verkörpert. Die Mutterliebe ist die stärkste Form der Liebe so heisst es, und die Mutter liebt dich schon, bevor sie dich kennt und dann erst recht!
Doch irgendwann ist diese Form der Liebe allein nicht mehr ausreichend und wir sind wieder auf der Suche nach Erfüllung.

Da Liebe ein Glücksfall ist, finden wir sie bei gutem Wind in einem anderen Menschen auf Augenhöhe.
Doch wir wollen die anfängliche Verliebtheit nicht mit beständiger, sicherer Liebe verwechseln und möchten auch sicher sein, dass wir von einer Beziehung in eine Partnerschaft kommen werden. Doch was ist der Unterschied?

Während wir recht schnell Beziehungen knüpfen und herstellen können, dauert es eine Zeit, bis sich uns eine Partnerschaft erschließt.
Es ist das Vertrauen und das Sich-Verlassen-Können, das sie ausmacht. Partnerschaft ist wie ein Rhythmus dem man sich hingibt. Einer ist sich der Gefühle des anderen sicher und muss diese auch nicht mehr hinterfragen. Es ist ein Geben und Nehmen, und die Wiegeschalen sind austariert, weil in gleichem Maße gut gefüllt. So der Optimalfall!

Während Beziehungen Wind und Wetter oft schutzlos ausgeliefert sind, hat sich um eine Partnerschaft ein Sicherheitsnetz gelegt, das dann zum Einsatz kommt, wenn es unbequem wird. Die Partner haben bereits ihre Loyalität bewiesen und einer kann auf den anderen bauen.
Wussten Sie eigentlich, dass es ungefähr sieben Jahre dauert, bis man einen Menschen kennen gelernt hat? Wenn wir also daran denken, die jeweilige Zweisamkeit „amtlich“ zu machen, sollten wir uns diese Zeit geben. Vielleicht dauert es so lange bis aus einer Beziehung eine echte Partnerschaft wird?

Nun, im Grunde muss jeder selbst entscheiden, in welches Stadium es ein Miteinander schafft und wohin man gemeinsam will. Mancher möchte gar nicht über eine Beziehung hinaus oder gar dorthin hinein. Und manch einer will gleich den Partner bis ans biblische Ende gefunden haben! Auch das ist in Ordnung, günstig wäre, wenn das Gegenüber das selbe wollte😀.
Überhaupt ist das so eine Sache mit dem Wollen. Ich glaube, eine Partnerschaft kann dann gut funktionieren, wenn beide ungefähr das gleiche vorhaben, in die selbe Richtung blicken und einen kompatiblen Lebensplan verfolgen. Zudem wäre es günstig, immer wieder inne zu halten und seinen Weg und das Ziel zu überprüfen und vergleichen, ob alles noch stimmig ist.
Wie heisst es? Fürchten wir uns nicht vor einer Trennung, wenn das Pferd tot ist, sollte man absteigen. Wenn man ständig seine Vorhaben und Vorlieben, scheinbar dem Partner zuliebe, zurück hält, wird das auf Dauer zu Unwohlsein und vielleicht sogar im schlimmsten Fall, zu Krankheit führen. Kein Partner hat es verdient, dass man ihn zu einem Klotz am Bein degradiert, weil man glaubt, er komme mit den Vorlieben, die einer der beiden hat oder entwickelt hat, nicht zurecht. Auch DAS macht Partnerschaft aus! Oft trauen wir dem DU weniger zu als gut wäre, weil man meint, es(das Du) schützen zu müssen.

Auf der Suche nach dem Schmetterling, müssen wir wohl einige Raupen aushalten!

Ob Sie Ihren „Sommervogel“ (Schmetterling) schon gefunden haben, können Sie sich selbst beantworten:
Wenn sie mit jemandem in dem Moment zusammen sein wollen, in dem die Welt untergeht, dann wird es wohl der/die Richtige sein.“ (Andreas Winter)

 

 

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